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„Die Arbeit im Klinikum Radolfzell war ein Glücksfall“

31.01.2019

Hegau-Bodensee-Klinikum Radolfzell: Verabschiedung von Klinikseelsorgerin und Patientenfürsprecherin Annemarie Welte in den Ruhestand

Der Teamgeist war immer wichtig, deswegen fand der Abschied von Annemarie Welte (Bildmitte vorne) in freundschaftlicher Runde statt mit (v.l.n.r.) OA Dr. Angelika Kühnle , Pflegedirektorin Marlies Hafner , Chefarzt Dr. Wolff Voltmer, Christina Wöhrle, neue katholische Klinikseelsorgerin, Christoph Labuhn von der evangelischen Klinikseelsorge, Chefarzt Dr. Sebastian Jung, OA Dr. Arfa Huskic, Chefarzt Dr. Achim Gowin, Claudia Hornung, Assistentin der Geschäftsführung, Peter Marschall, stellvertretender GLKN- Geschäftsführer, und Chefarzt Dr. Alexander Thoma. Bild: aj
Der Teamgeist war immer wichtig, deswegen fand der Abschied von Annemarie Welte (Bildmitte vorne) in freundschaftlicher Runde statt mit (v.l.n.r.) OA Dr. Angelika Kühnle , Pflegedirektorin Marlies Hafner , Chefarzt Dr. Wolff Voltmer, Christina Wöhrle, neue katholische Klinikseelsorgerin, Christoph Labuhn von der evangelischen Klinikseelsorge, Chefarzt Dr. Sebastian Jung, OA Dr. Arfa Huskic, Chefarzt Dr. Achim Gowin, Claudia Hornung, Assistentin der Geschäftsführung, Peter Marschall, stellvertretender GLKN- Geschäftsführer, und Chefarzt Dr. Alexander Thoma. Bild: aj

(Radolfzell). Getragen von Wertschätzung und Sympathie wurde Annemarie Welte (65), katholische Klinikseelsorgerin und Patientenfürsprecherin am Klinikum Radolfzell, in den Ruhestand verabschiedet. Langjährige Wegbegleiter aus dem Klinikums-Team – aus der Ärzteschaft, der Pflege, der Verwaltung und Seelsorge – fanden für die scheidende Kollegin warme Worte bei der kleinen Verabschiedungsfeier, die im Rahmen eines gemeinsamen Mittagessens am 25. Januar 2019 stattfand.

Annemarie Welte, Diplom-Theologin und Pastoralreferentin, war 2003 nach Radolfzell gekommen, um als Klinikseelsorgerin im Krankenhaus Radolfzell und in der Mettnau-Kurklinik tätig zu werden. Davor hatte die gebürtige Donaueschingerin lange Jahre eine Referentenstelle im Erzbischöflichen Seelsorgeamt in Freiburg inne, wo sie Konzepte für die Seelsorgearbeit entwickelte und sich mit Grundsatzfragen der Patoralarbeit beschäftigte. Welte kam in einer Zeit nach Radolfzell, als im Klinikum vieles im Umbruch war und das städtische Klinikum Radolfzell mit den damaligen HBH-Kliniken mit Sitz in Singen fusionierte. Sie war noch vom Radolfzeller Gemeinderat als Patientenfürsprecherin bestellt worden.

In den über 15 Jahren vor Ort ist sie mit dem Radolfzeller Klinikteam zusammen gewachsen. „Es war ein schönes Miteinander mit allen Berufsgruppen“, erklärt sie rückblickend. Zu den Ärzten und Pflegekräften hatte sie ein freundschaftliches und vertrauensvolles Verhältnis, die Arbeit ging Hand in Hand. Sie hatte für die Patienten und deren Angehörige, aber auch für die Mitarbeiter ein offenes Ohr und offenes Herz. Die Belange der Menschen, ihre Sorgen und Nöten standen unabhängig von deren Konfession im Vordergrund. Ihre Erkenntnis aus ihrem langen Berufsleben: „Für das Gesundwerden braucht es auch Zeit und Raum für seelische Prozesse“. Im medizinisch-wissenschaftlichen Alltagsbetrieb der Klinik sei es auch wichtig, die Lebensgeschichte, die Angst und Ohnmacht, Not oder Resignation der Patienten nicht außer Acht zu lassen. Das wissen auch die klinisch Tätigen und darum waren es oft die Ärzte oder Pflegekräfte, welche die geschätzte Seelsorgerin auf einen Patienten aufmerksam machten, der menschlich-psychologische Unterstützung brauchte. Auf Fragen wie „Warum ich, womit habe ich das verdient?“ kann auch die erfahrene Seelsorgerin keine Antwort geben. In diesen Situationen sei sie der Bürge dafür, dass Gott sich der Frage annehme. Die Ohnmacht der Patienten mit auszuhalten und mit zutragen, sie nicht allein zu lassen, sah sie als ihre Kernaufgabe an. Auch die Sterbebegleitung gehörte zu ihren Aufgaben.

Im Klinikum Radolfzell initiierte sie bleibende Einrichtungen mit: Gemeinsam mit ihren beiden Patientenfürsprecherkolleginnen Ursula von Mackensen und Dietlind Heilmann engagierte sie sich erfolgreich für die Einrichtung eines spendenfinanzierten Abschiedszimmers und gründete die erfolgreiche Vortragsreihe Arzt-Patienten-Forum mit, um der Bevölkerung das Klinikum Radolfzell näher zu bringen. Auch beim jährlichen Gottesdienst für Angehörige von Patienten, die im Radolfzeller Klinikum verstorben sind, war Annemarie Welte die treibende Kraft und hat eine schöne Tradition mitbegründet.

Ihre Tätigkeit am Klinikum Radolfzell hat sie erfüllt, die Stelle empfand sie als „Glücksfall“. „Ich war sehr gerne im Klinikum Radolfzell“, erklärt Annemarie Welte rückblickend. Anlässlich ihrer Abschiedsfeier dankte sie den Anwesenden für das gute Miteinander, für Wohlwollen, Freundschaft und Vertrauen, das eine erfolgreiche Seelsorgearbeit erst möglich gemacht habe. Die Chefärzte ihrerseits dankten mit persönlichen Worten und mit Geschenken. Dr. Jung, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Hegau-Bodensee-Kliniken und Chefarzt der Inneren Medizin in Radolfzell, betonte Annemarie Welte habe bei vielen Dingen eine „zentrale Rolle“ gespielt. Mit ihrer warmherzigen Ausstrahlung sei sie die „gute Seele im Haus“ gewesen. Dr. Alexander Thoma, Chefarzt der Anaesthesiologie, hatte auch die Zusammenarbeit mit Welte im Arbeitskreis Ethik und im Hospizverein sehr geschätzt. Er sei auch froh um Annemarie Weltes politisches Verständnis für die Funktion als Patientenfürsprecherin gewesen. Christoph Labuhn, evangelischer Seelsorger, dankte seiner scheidenden Kollegin für gute, aktiv gelebte Ökumene und würdigte sie als Vorreiterin in ethischen Fragen.

In Radolfzell ist Annemarie Welte heimisch geworden und deshalb will sie auch im (Un)Ruhestand in der Unterseestadt bleiben. Welte engagiert sich im Hospizverein Radolfzell Höri Stockach und Umgebung e.V., wo sie sich zukünftig an der Spitze noch stärker einbringen will. Auch kann sie sich vorstellen ein Konzept für die Seelsorgearbeit mit wohnsitzlosen Menschen zu erarbeiten und denkt an ein seelsorgerisches Engagement im Jakobushof Böhringen. Ihr Interesse gilt gebrochenen Biografien. Zudem wird sie weiterhin in Radolfzell im Beerdigungsdienst tätig sein.

Ihre Nachfolgerin als Klinikseelsorgerin wird ab dem 1. Februar Diplom-Theologin und Pastoralreferentin Christina Wöhrle, in der Seelsorgeeinheit St. Radolt bestens bekannt. Wir werden Frau Wöhrle noch separat vorstellen.

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