Medizinische Fachbereiche (© apops - Fotolia.com)

Notfall-Info

Notfall-Info

Bei Meldung eines Notfalls sollten Sie die fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?
Was ist passiert?
Wie viele Verletzte?
Welche Verletzungen?
Warten auf Rückfragen

Notrufnummern

Feuerwehr: 112
Polizei: 110
Krankentransporte: 19222 (ohne Vorwahl)

Zentrale Notaufnahme Singen
Tel: 07731 89-3106

Zentrale Notaufnahme Konstanz
Tel: 07531 801-1250

Notfallpraxis
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst:
Tel: 116 117 (Bundesweit einheiltiche Rufnummer der Leitstelle)

Kinder-Notfallpraxis
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst:
Tel: 116 117 (Bundesweit einheiltiche Rufnummer der Leitstelle)

Informationen zur bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117

Vergiftungsunfälle können Sie über den Giftnotruf 0761 19240 an die Uni-Klinik Freiburg melden.

Abteilung
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Leitung

Das Refluxzentrum am Klinikum Konstanz

Oberarzt

Dr. med.

David Arntzen

Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie

Leitung

Das Refluxzentrum am Klinikum Konstanz

Leitender Oberarzt

Dr. med.

Stefan Kaiser

Facharzt für Chirurgie und spezielle Viszeralchirurgie,
Ernährungsmediziner, Hygienebeauftragter,
Leiter Adipositaszentrum-Bodensee

Kontakt

Refluxzentrum am
Klinikum Konstanz

Klinikum Konstanz
Mainaustraße 35
78464 Konstanz

E-Mail

Anmeldung/Sekretariat

Frau Velissandro
Tel: 07531 801-1402

Sprechstunde

Jeden Montag,
von 13:30 Uhr - 15:30 Uhr

Refluxzentrum

Das Refluxzentrum am Klinikum Konstanzzoom

Im Refluxzentrum am Klinikum Konstanz arbeiten Spezialisten aus den verschiedenen Fachbereichen zusammen mit dem Ziel, jedem Patienten die für ihn beste Therapie auf höchstem medizinischen Niveau zukommen zu lassen.

Das wiederholte Zurücklaufen von Mageninhalt in die Speiseröhre wird als gastroösophageale Refluxkrankheit bezeichnet. Typisches Symptom ist das Sodbrennen. Weitere Symptome sind saures Aufstoßen, Halsschmerzen, Husten und Brustschmerzen. Mögliche Komplikationen der Refluxkrankheit sind Entzündungen, Schleimhautveränderungen („Barrett- Schleimhaut“) und Verengungen der Speiseröhre sowie die Entwicklung von Speiseröhrenkrebs.
Ursächlich ist eine Schwäche des unteren Schließmuskels der Speiseröhre, der normalerweise wie ein Ventil verhindert, dass Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt. Ein Zwerchfellbruch („Hiatushernie“) kann die Muskelschwäche verstärken.

Durch Protonenpumpeninhibitoren (PPI) kann ein Großteil der Patienten mit Refluxbeschwerden erfolgreich behandelt werden. Führt eine medikamentöse Therapie nicht zum Erfolg oder kommt es zu Nebenwirkungen der Medikamenteneinnahme, können auch operative Maßnahmen sinnvoll sein. Auch der Patientenwunsch, nicht ständig Medikamente über viele Jahre einnehmen zu müssen, kann zur Operation führen.

Um eine kompetente Diagnostik zu ermöglichen, wird bei uns die Reflux- Abklärung im Rahmen eines 3-tägigen Aufenthaltes durchgeführt

DIAGNOSTIK

EndoskopieENDOSKOPIE
Bei der Spiegelung der Speiseröhre können Reflux-bedingte Veränderungen der Schleimhaut erkannt werden. Auch Erkrankungen (Barrett-Ösophagus), die mit einem erhöhten Krebsrisiko einhergehen, können so diagnostiziert werden. Die Untersuchung kann unter Sedierung („Schlafspritze“) durchgeführt werden.

PH-Metrie und ImpedanzmessungPH-METRIE UND IMPEDANZMESSUNG
Bei unauffälliger endoskopischer Untersuchung kann saurer und nicht saurer Rückfluss aus dem Magen in die Speiseröhre mittels der Impedanz pH-Metrie nachgewiesen werden. Diese Messung erfolgt über eine Sonde, die durch die Nase eingeführt wird und in der unteren Speiseröhre zu liegen kommt. Die Messung erfolgt über 24 Stunden.

ÖsophagusmanometrieÖSOPHAGUSMANOMETRIE
Manchmal sind die Beschwerden nicht durch Reflux sondern durch Beweglichkeitsstörungen der Speiseröhre verursacht (Motilitätsstörung der Speiseröhre). Hierzu steht in unserem Refluxzentrum die hochauflösende Druckmessung der Speiseröhre zur Verfügung („High Resolution Ösophagusmanometrie“).

RÖNTGEN – BREISCHLUCK
Dieses röntgenologische Verfahren kommt bei manchen Patienten zum Einsatz um Bewegungsabläufe und anatomische oder postoperative Veränderungen besser beurteilen zu können.

COMPUTERTOMOGRAPHIE
Dieses computergestützte Röntgenverfahren wird vor allem zur Abklärung großer Zwerchfellbrüche mit Verlagerung von Magenanteilen in den Brustkorb angewendet.

LUNGENFUNKTION

OPERATIVE THERAPIE

Alle Operationen zur Antirefluxtherapie werden von uns laparoskopisch („Schlüssellochchirurgie“), in modernster 3-D-Technik durchgeführt.
Für die Operation bieten wir in unserer Klinik zwei verschiedene Therapieverfahren an.

"Fundoplicatio"Laparoskopische Manschettenbildung („Fundoplicatio“) mit oder ohne Zwerchfellnaht
Bei der so genannten Fundoplicatio, einer seit langem bewährten Technik, werden Anteile der Magenwand wie eine Manschette um die Speiseröhre gelegt und fixiert (Fundoplicatio). Durch die Kompression von außen wird ein „neuer“ Schließmuskelapparat geschaffen. Die Fundoplicatio kann je nach Befund als 360°-Manschette (Nissen/DeMeester) oder als 270°-Maschette (Toupet) angelegt werden. Liegt eine Aufweitung des Zwerchfells an der Durchtrittsstelle der Speiseröhre (Hiatushernie) vor, wird die Bruchpforte im Zwerchfell eingeengt (Hiatoplastik). Dies kann mit Nähten oder bei großen Defekten mit speziellen Netzen erfolgen.

EndoStim-SystemLaparoskopische Implantation des EndoStim Systems
Das EndoStim-System nutzt die Technik der sogenannten Neurostimulation, um den Reflux zu behandeln. Dabei werden im Rahmen einer Bauchspiegelung (minimal-invasiv) zwei kleine Elektroden am unteren Ösophagussphinkter platziert. Über ein Kabel erfolgt dann die Verbindung der Elektroden mit dem Neurostimulator. Der Stimulator und das Kabel senden schwache elektrische Signale an den Sphinkter, die normalerweise von den Patienten nicht gespürt werden. Diese sanfte Stimulation dient dazu, die normale Funktion des Sphinkters wieder herzustellen, um den Reflux und seine Symptome zu verhindern. Im Unterschied zur traditionellen Antirefluxchirurgie ist das EndoStim-Verfahren so angelegt, dass es die natürliche Anatomie erhält. Dadurch lassen sich Nebenwirkungen am Magen-Darm-Trakt reduzieren oder vermeiden.

"Upside-down-Magen"Laparoskopische Versorgung von großen Zwerchfellbrüchen,
„Upside-down-Magen“
Neben eigentlichen Refluxpatienten werden auch Patienten mit sog. upside-down-Magen bzw. Thorax-Magen behandelt. Bei dieser Erkrankung kommt es durch einen großen Zwerchfellbruch zu einem teilweisen oder kompletten Hochgleiten des Magens in die Brusthöhle. Dies ist häufig begleitet von Herz-/Kreislaufbeschwerden, Atemnot, Völlegefühl und Blutarmut. Bei solchen Befunden besteht auch ohne Refluxbeschwerden eine Operationsindikation, da es durch Einklemmungen und Verdrehungen des Magens zu lebensbedrohlichen Situationen kommen kann.
Auch hier stehen operative Therapieoptionen in minimal-invasiver Technik zur Verfügung. Abhängig von Herniengröße und Beschaffenheit der Zwerchfellschenkel werden zur Gewebsverstärkung Netzte am Hiatus implantiert.

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