PD Dr.
med. Charlotte Gimpel
Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Kindernephrologin
Tel: 07531 801-2970
E-Mail
Dr.
med. Martin Hermann
Arzt Kinderkardiologische Praxis
Tel: 07531 801-2970
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Dr.
med. Timo Merz
Arzt Kinderkardiologische Praxis
Tel: 07531 801-2970
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Der stationäre Bereich der Kinderklinik Konstanz hat 35 Betten, die auf drei Stationen aufgeteilt sind.
Immer häufiger kommen die Kinderkliniken in Deutschland an ihre Kapazitätsgrenzen. Eine Verlegung in ein optimaler Weise nahegelegenes anderes Kinderkrankenhaus kann punktuell diese Situationen entlasten. Wie hierbei Synergien hervorragend genutzt werden können, zeigt das Fallbeispiel der beiden Kinderkliniken Friedrichshafen und Konstanz am Bodensee. Es veranschaulicht die perfekte interdisziplinäre Kommunikation zweier starker medizinischer Partner in der Region (Mausklick auf das Bild rechts).
Denn beiden liegt dasselbe Ziel am Herzen:
Die bestmögliche medizinische Versorgung ihrer kleinen Patienten.

Die Kinderklinik Konstanz investiert weiter in die stationäre Neuropädiatrie und die enge Kooperation mit dem SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum). Ein neues mobiles Langzeit-Video EEG ermöglicht Anfallsbeobachtung und Epilepsiediagnostik über 24 Stunden, auch im klinischen Alltag. Chefarzt PD Dr. Meißner (Kinderklinik) und Chefarzt Dr. Teichler (SPZ) zusammen mit der Epilepsieexpertin Dr. J. Kröll und den Teams der Kinderklinik und des SPZ bei der Einführung und Übergabe des Geräts.

Der stationäre Bereich der Kinderklinik Konstanz gliedert sich in drei Bereiche.
Auf der Station Chäserrugg stehen 25 Betten für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen zur Verfügung. Hier betreuen wir Patienten mit verschiedensten Krankheits- und Störungsbildern. Um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, bieten wir einige Spielmöglichkeiten im Aufenthaltsraum oder im Gartenbereich der Kinderklinik (Erdgeschoss). Im Aufenthalsraum können die Jüngsten für die Eltern kochen oder ihre Geschicklichkeit anhand des Motorikwürfels probieren, die Älteren können ihre Zeit an einem Tischkicker vertreiben. Bücher, Spiele und Bastelmaterialien werden ebenfalls durch die Erzieherin der Kinderklinik zur Verfügung gestellt. Je nach Krankenstand können die Kinder auch Angebote auf Erdgeschoss-Ebene wahrnehmen. Da uns die Nähe zur Familie wichtig ist, kann ein Elternteil Tag und Nacht beim Kind bleiben. Bei längeren Aufenthalten sorgen zudem Lehrerinnen aus der Krankenhausschule dafür, dass der Anschluss an den Schulstoff erhalten bleibt.
Ein weiterer Schwerpunkt ist unsere Neonatologie und Kinderintensivstation, die mit sechs Betten in direkter Nähe zum Kreißsaal liegt. Hier versorgen wir kleinste Frühgeborene und kranke Neugeborene mit moderner Technik und viel Herz. Eltern haben jederzeit Zugang und werden von Beginn an in die Pflege einbezogen. Besonderen Wert legen wir auf das Känguruhen, bei dem der direkte Hautkontakt zwischen Eltern und Kind die körperliche Wärme und Bindung fördert. Für eine besonders intensive Nähe steht auf dieser Station ein Bett mit Rooming-in-Möglichkeit bereit. Ergänzt wird unser Angebot durch die enge Zusammenarbeit mit der Wochenbettstation, auf der ein erfahrenes Team die Eltern in den ersten Tagen nach der Entbindung beim Stillen und der Versorgung des Neugeborenen anleitet und unterstützt. Die Kinder werden durch eine/n Kinderarzt/ärztin betreut und untersucht.
Unser Pflegeteam auf der Station Chäserrugg und der Neonatologie/Intensivstation besteht aus 32 examinierten Gesundheits- und (Kinder-)Krankenpflegekräften, die in Voll- und Teilzeit sowie in enger Zusammenarbeit mit Auszubildenden und Praktikanten für das Wohl unserer Patienten sorgen. Unterstützt werden sie von hochqualifiziertem Fachpersonal, darunter Spezialisten für pädiatrische Intensivmedizin, eine Diabetesberaterin, Praxisanleiterinnen sowie eine Erzieherin. Um eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, versuchen wir, jedem Patienten bestimmte Pflegekräfte zuzordnen. Dies ermöglicht es uns, den Krankheitsverlauf individuell zu beurteilen und die Eltern bestmöglich in der selbstständigen Versorgung ihres Kindes anzuleiten.

Zwischen P16 und P17 gibt es einen Aufenthaltsbereich, in dem unsere
Erzieherin wochentags von 9:30 - 15:00 Uhr mit den Patienten bastelt, malt
und spielt. Die Kunstpädagogin ist mittwochs und donnerstags von 9:00 - 12:00
Uhr für die Kinder da.
Schulpflichtige Patienten werden von unseren Krankenhauslehrern während ihres Aufenthaltes auf Wunsch täglich unterrichtet.
Für ganz viel Lachen und kullernden Freudentränen sorgt unsere "Mathildaa". Sie kommt immer Montagnachmittag in die Kinderklinik.
Wir bemühen uns, Ihnen und Ihrem kranken Kind die Zeit bei uns so
angenehm wie möglich zu machen. Deshalb versuchen wir, jedem Patienten
bestimmte Pflegekräfte zuzuordnen. So können wir den Krankheitsverlauf
besser beurteilen, Patient und Eltern besser kennenlernen. Dies ist auch
wichtig, damit wir Sie für die selbstständige Versorgung Ihres Kindes
adäquat anleiten können.
Kinder mit schwerer Schlafapnoe können von einer HNO- Operation profitieren. Nachblutungen gehören dabei zu den unerwünschten Komplikationen und kommen zum Glück eher selten vor.
Wie aber richtig in einem solchen Fall reagieren, um Schaden vom Patienten abzuwenden? Kann man sich als Team darauf vorbereiten?
Die Antwort ist „JA“. Man kann diese Fälle im Rahmen
von Szenarien an Puppen in interdisziplinären Teams trainieren.
Im Januar 2025 fand dazu ein sogenanntes „Simulationstraining“ auf der Holding-Station mit Kinderärzten der Kinderklinik Konstanz und den Fachpflegekräften dieser Station statt: „Tim (eine entsprechende Puppe) wurde im Zimmer aus Nase und Mund blutend aufgefunden …“.
Neben den unmittelbaren praktischen Fertigkeiten wurden dabei auch gleichzeitig Meldeketten, Telefonnummern und Transportwege analysiert und aktualisiert. Bei so großer Motivation und Begeisterung beim Holding-Team ist ein Training 2.0 schon in Planung. Die Kinderärzte bedanken sich nochmals ausdrücklich bei den Pflegekräften für die prima Zusammenarbeit.
Die Gastärztin Harriet Potani,
MD, hospitierte im Mai 2024 für drei Wochen in der Kinderklinik Konstanz. Zuvor
hospitierte die aus Malawi stammende Pädiaterin in der Ultraschallabteilung
der Universitätskinderklinik Tübingen.
Der Gastaufenthalt wurde der Ärztin im
Rahmen des IPUN Projekts (https://globalchildhealth.de/ipun/)
ermöglicht.

2021 hat die Gesellschaft für Tropenpädiatrie und internationale Kindergesundheit begonnen unter anderem in Malawi lokale Ultraschallkursstrukturen zu optimieren und dazu das durch die Else-Kröner- Stiftung geförderte Projekt “EKFS GPT International Paediatric Ultrasound Network” ins Leben gerufen. Bereits im Vorjahr konnte Harriet Potanis malawische Teamkollegin ihre Ultraschallkenntnisse bei uns während eines Gastaufenthaltes vertiefen.
In Malawi kommt es zu katastrophalen Auswirkungen durch Klimaextreme u.a. durch das El Nino-Phänomen. Die Behandlung von Magelernährung aber auch von Infektionskrankheiten wie Malaria, Tuberkulose und HIV gehören dort zum medizinischen Alltag. Die Ultraschalldiagnostik ist in unseren Breiten vor allem in der Pädiatrie ein wertvolles „tool“ und erlangt auch dort zunehmend an Bedeutung. Neben technischem Fortschritt der Geräte ist eine fundierte Ausbildung elementar.
Als Gastärztin hospitierte Frau Watipaso Wanda-Kalizang’oma, MD, im Mai und Juni 2023 für einige Wochen in der Kinderklinik Konstanz, um unter anderem ihre Kenntnisse in der Ultraschalldiagnostik zu vertiefen.
Die aus Malawi stammende angehende Pädiaterin stellte im Rahmen einer Fortbildung das Gesundheitssystem ihres Heimatlandes vor. Dabei trainierte Sie mit dem ärztlichen Team der Kinderklinik auch das ETAT Triage-System, das unter anderem in Blantyre/Malawi von der WHO (Prof. Liz Molyneux, emerit.) mitentwickelt wurde.
ETAT steht für Emergency Triage Assessment and Treatment. Es zielt auf ein rasches Erkennen des medizinischen Problems ohne technisches Equipment ab und führt gleichzeitig zu einer schnellen Therapie unmittelbar lebensgefährlicher Zustände.
Malawi zählt zu den ärmsten 10 Ländern der Erde. Regelmäßige Ernteausfälle durch zunehmende Wetterextreme verstärken die Unterernährung.

Nach Übergabe der Stationen an den diensthabenden Arzt
konnten am Mittwoch, 26.04.2023, die Kinderärzte der
Kinderklinik Konstanz invasive Notfalleingriffe beispielsweise an
Schweineröhrenknochen trainieren.
Nach kurzer theoretischer Einführung durch Dr. Kathrin Kraeling zur Indikation und Durchführung der Maßnahmen ging es an drei Stationen zu den Präparaten. Die Trainingsgruppe durfte sich dabei besonders über den Besuch von Prof. Dr. Ivo Quack (Leiter der ZNA am Klinikum Konstanz) und den Viszeral- und Kinderchirurgen Raul Depner freuen, der zudem noch einige Tipps und Tricks zur Knotentechnik weitergeben konnte.
Die Veranstaltung wurde von der Landmetzgerei Bernhorst Koch in Konstanz hervorragend unterstützt, wofür wir nochmals herzlich danken.



Regelmäßig finden
Simulationstrainings mit Pflegefachkräften, Assistenz- und Oberärzten statt. Heute ist das ursprünglich aus der Luftfahrt stammende
„Simulationstraining“ auch in der Medizin nicht mehr wegzudenken. Ziel des Trainings ist es, realitätsnahe Situationen
nachzustellen, um Prozesse so zu optimieren, dass im Realfall das beste
Ergebnis für den Patienten erzielt werden kann.
Bei der Teamkoordination
ist auch die Optimierung von Kommunikationsprozessen von zentraler Bedeutung
und daher bei jedem Debriefing fester Bestandteil. Im Debriefing wird die
Simulation im Stil von möglichst motivierend formulierten Feedbacks analysiert. Dadurch entsteht ein
nachhaltiges Erlernen kompetenten Handelns (Stichwort Crisis Ressource Management)

Am 25. und 26.09.2021 fand am Klinikum Konstanz erstmalig ein Kurs zum Thema "Ultraschall der Säuglingshüfte" statt. Die Veranstaltung wurde von
Prof. Gunnar Ochs (Orthopädie/Unfallchirurgie) und Dr. Tobias Wowra (Kinder- und
Jugendmedizin) gemeinsam erarbeitet, um den Stellenwert der interdisziplinären
Zusammenarbeit bei der frühen Diagnostik und Therapie einer fehlgebildeten
Säuglingshüfte zu unterstreichen.
Mit fast 20 Teilnehmern wurde der Kurs
hygienekonform primär für die klinikinternen Kolleginnen und Kollegen der
Abteilungen erfolgreich durchgeführt. Sowohl an zur Verfügung gestellten
Handouts mit sonographischen Hüftbildern, als auch an Neugeborenen konnten alpha-
und beta-Winkel bestimmt werden.
Ein besonderer Dank gilt dabei nochmals den Eltern, die ihre Kinder im Rahmen der Veranstaltung untersuchen ließen. Das Seminar war sowohl mit Fortbildungspunkten von der Landesärztekammer, als auch DEGUM zertifiziert, und soll auch im kommenden Jahr wieder stattfinden.
Um im Ernstfall mit dem
notwendigen know-how rasch und adäquat agieren zu können, sind
interdisziplinäre Trainingseinheiten unerlässlich. Sie dienen dazu,
Unsicherheiten in Notfallsituationen abzubauen. Kindernotfälle stellen dabei
auch für erfahrene Mediziner immer wieder besondere Stresssituationen dar.
Die Abteilungen Anästhesie, Unfall- und Kinderchirurgie sowie Pädiatrie kamen am Montag noch vor Beginn der regulären Arbeitszeit im Schockraum des Klinikum Konstanz zusammen, um gemeinsam an einer Reapuppe ein realitätsnahes Fallbeispiel zu üben. Solche Szenarien wurden vom Team um Dr. Thorsten Keiloweit (leitender Oberarzt der Anästhesie) bereits öfters am Klinikum durchgeführt. Im aktuellen Szenario war ein sechsjähriges Schulkind nach Sturz vom Fahrrad von einem Auto angefahren und bewusstlos vom Rettungsdienst aufgefunden worden. Der Notarzt intubierte das Kind bereits vor Ort und lieferte das Unfallopfer künstlich beatmet in den Schockraum der ZNA. Das vorab alarmierte interdiziplinäre Schockraumteam leitete alle notwendigen Maßnahmen zur Kreislaufstabilisierung und weiterführenden Diagnostik ein. Zügig stellte sich eine Milzruptur sowie eine Oberschenkelfraktur heraus. Obwohl es sich um keinen echten Patienten handelte, trat Erleichterung bei allen Beteiligten aus den Abteilungen Rettungsdienst, Pflege und Ärzte ein: dem Jungen konnte in kürzester Zeit kompetent geholfen werden.

Mit Hilfe von Mikrofonen waren die Teilnehmer während der Übung miteinander verbunden. Eine Raumkamera sorgte für eine Übertragung zu PCs und den Besprechungsräumen auf den Stationen. So konnten sich auch die dortigen Kolleginnen und Kollegen in der anschließenden Analyse, auch Debriefing genannt, aktiv einbringen. Moderiert und kommentiert wurden die einzelnen Schritte und Abläufe von Prof. Ivo Quack (Chefarzt der ZNA) und Dr. Jörg Tinsel (Oberarzt Traumatologie).

Um Rhythmusstörungen bei Kindern und Jugendlichen richtig zu diagnostizieren bedarf es reichlich Übung und Erfahrung. Am 10. April 2021 fand dazu ein ganztätiges EKG-Seminar für die ärztlichen Mitarbeiter der Abteilung Kinder- und Jugenmedizin des Klinikums Konstanz, unter der Leitung des renommierten Kinderkardiologen und Rhythmologen Dr. Matthias Gass, statt.

Einmal pro Quartal finden unter der Leitung von Dr. Karin Waldecker (OÄ) Reanimations- und Erstversorgungstrainings für die KollegInnen der Gynäkologie/Geburtshilfe und andere Interessierte im Hause statt.