Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen

Der GLKN ist seit Anfang 2024 Mitglied im „Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“. Damit möchten wir ein klares Zeichen für eine stärkere Einbindung von Selbsthilfe und eine konsequent patientenorientierte Versorgung setzen. Selbsthilfegruppen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheitsversorgung. Sie bieten Menschen mit ähnlichen Erkrankungen, Behinderungen oder Belastungssituationen einen geschützten Raum für Austausch, gegenseitige Unterstützung und Information.

Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientirung im Gesundheitswesen

In der Selbsthilfe begegnen sich Betroffene auf Augenhöhe: Eigene Erfahrungen, praktische Tipps und emotionale Unterstützung helfen dabei, mit der Erkrankung besser umzugehen, neue Perspektiven zu entwickeln und Isolation zu vermeiden. Viele Teilnehmende erleben durch die Selbsthilfe mehr Selbstwirksamkeit, Stabilität und Lebensqualität. 

Für den GLKN ist es von großer Bedeutung, die Arbeit der Selbsthilfegruppen sichtbar zu machen und aktiv zu stärken. Medizinische Behandlung endet nicht mit der Entlassung aus dem Krankenhaus – der Alltag mit einer Erkrankung stellt für viele Patient:innen weiterhin große Herausforderungen dar. Selbsthilfegruppen bilden hier eine wichtige Brücke zwischen medizinischer Versorgung und dem Leben nach dem Krankenhausaufenthalt. Sie ergänzen die professionelle Behandlung durch langfristige Begleitung, Verständnis und Kontinuität. Ein wichtiger Partner dabei ist die Selbsthilfekontaktstelle „kommit“ des Landkreises Konstanz, mit der wir eng zusammenarbeiten. 

Durch diese Kooperation können wir Patient:innen gezielt über passende Selbsthilfeangebote informieren und den Kontakt zu bestehenden Gruppen erleichtern. „kommit“ unterstützt Betroffene Angehörige bei der Suche nach geeigneten Selbsthilfegruppen und trägt dazu bei, neue Initiativen zu vernetzen und zu stärken. Indem wir die Selbsthilfe fördern, stärken wir eine patientenorientierte, ganzheitliche Versorgung. Sichtbarkeit schafft Zugang: Patient:innen erfahren frühzeitig von passenden Angeboten und können ermutigt werden, diese für sich zu nutzen. Gleichzeitig unterstützt die enge Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe den Dialog zwischen Betroffenen und Fachkräften, verbessert das Verständnis für die Bedürfnisse der Patient:innen und trägt zur Qualität der Versorgung bei. 

Die Förderung der Selbsthilfe ist für unsere Krankenhäuser daher ein Ausdruck der Wertschätzung, Partnerschaft und Verantwortung. Sie zeigt, dass wir Gesundheit nicht nur als medizinische Aufgabe verstehen, sondern den Menschen in seiner gesamten Lebenssituation in den Mittelpunkt stellen.

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