Krebszentrum Hegau-Bodensee stellt seine Qualität unter Beweis

12. Dez 2019

Erfolgreiche Prüfung durch die Deutsche Krebsgesellschaft/ Versorgung von Krebskranken auf universitärem Niveau

Der Lenkungsausschuss des Krebszentrums Hegau-Bodensee tagt im Onkoplus Raum: (v.l.n.r.): Anja Dürr-Pucher (Koordination Krebszentrum), Prof. Dr. Jan Harder (Leiter Krebszentrum); Prof. Dr. Johannes Lutterbach (Strahlentherapie); Dr. Ulrich Banhardt (Onkologische und hämatologische Schwerpunktpraxis); Chefarzt Prof. Dr. Matthias Gundlach (Leiter Darmkrebszentrum); Chefarzt Dr. Bernhard Ciolek (Radiologie Singen), Dr. Jens Tonhauser (zukünftiger Leiter Prostatakrebszentrum); Chefarzt PD Dr. Niko Zantl (Leiter Prostatakrebszentrum) und Chefarzt PD. Dr. Joachim Böhm (Pathologie Singen). Auf dem Bild fehlen Dr. Thomas Fietz (Onkologische und hämatologische Schwerpunktpraxis), Chefarzt Dr. Wolfram Lucke (Frauenklinik) und Dr. Benjamin Kläsner (Nuklearmedizin). Bild: GLKN

(Singen). Zertifizierte Qualität und damit die gesicherte Einhaltung der aktuellen Standards in Diagnostik und Therapie bei Krebserkrankungen bekam das Krebszentrum Hegau-Bodensee des Klinikums Singen erneut bescheinigt. Dies gilt für das Onkologische Krebszentrum ebenso wie für die vier Organkrebszentren, die sich um Patienten mit Brustkrebs, Gynäkologische Krebserkrankungen, Darmkrebs und Prostatakrebs kümmern. Das Krebszentrum ist seit langem im Gesundheitsverbund des Landkreis Konstanz (GLKN) etabliert und hat sich bereits mehrfach erfolgreich den Überprüfungen durch OnkoZert gestellt. OnkoZert ist ein unabhängiges Institut, das im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft arbeitet. Regelmäßig wird im Singener Klinikum durch OnkoZert die Qualität der einzelnen Organkrebszentren und des Onkologischen Krebszentrums in sogenannten Überwachungsaudits überprüft. Dabei wird darauf geachtet, ob die neuesten internationalen Leitlinien der Krebstherapie im Klinikalltag in allen Belangen berücksichtigt werden.

Für Prof. Jan Harder, Leiter des Krebszentrums, ist das eine schöne Bestätigung der tagtäglichen Arbeit zum Wohle krebskranker Patienten. „Wir sind heute in der glücklichen Lage viele Krebserkrankungen gut behandeln zu können. Krebs wird damit oft zur chronischen Erkrankung mit guter Lebensperspektive“, freut sich Harder, Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie und Hämatologie/Onkologie und Palliativmedizin.

Damit dies so ist, müssen Diagnose und Behandlung nicht nur auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand stattfinden, sondern auch eng verzahnt sein. Sie erfolgen in Singen durch ein interdisziplinäres Netzwerk. Deswegen gehören zum Krebszentrum Hegau-Bodensee neben den einzelnen medizinischen Abteilungen des Klinikums Singen einschließlich des Instituts für Pathologie und der Radiologie Hegau-Bodensee auch die Singener Schwerpunktpraxis für Hämatologie und internistische Onkologie/ Gastroenterologie Banhardt/Fietz/Hertkorn, die Praxis für Strahlentherapie Singen Lutterbach/Bartelt/Hennings, und die Klinik für Nuklearmedizin in Konstanz. Sie alle sitzen mit am Tisch, wenn Patientenfälle in sogenannten interdisziplinären Tumorboards besprochen werden.

Um die bestmögliche Versorgung zu gewährleisten arbeiten die Fachärzte zudem eng mit Pflegekräften, Mitarbeitern der onkologischen Fachpflege, Physiotherapeuten, Psychoonkologen, Sozialarbeitern und Ernährungsexperten und der Brückenpflege zusammen. Zu dem großen interdisziplinären Netzwerk gehören auch die zuweisenden Ärzte in der Region, die Selbsthilfegruppen im Landkreis Konstanz, aber auch die beiden Universitätskliniken Freiburg und Tübingen und einige weitere Netzwerkpartner. Im Brustkrebszentrum und dem Gynäkologischen Krebszentrum wird beispielsweise einmal im Monat eine genetische Beratung durch die Universitätsklinik Tübingen im Onkoplus Raum angeboten.

In seiner jüngsten Sitzung hat der Lenkungsausschuss Dr. Jens Tonhauser, Oberarzt und Facharzt für Urologie am Klinikum Singen, als neuen Leiter des Prostatakarzinomzentrums, gewählt. Er übernimmt dieses Amt von Chefarzt PD. Dr. Niko Zantl. Der Lenkungsausschuss des Krebszentrums Hegau-Bodensee ist für die strategische Ausrichtung der zertifizierten Organkrebszentren verantwortlich und tagt als Leitungsgremium mindestens zweimal jährlich.

Die freiwilligen Zertifizierungen und damit verbundenen regelmäßigen Kontrollen sind auch vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Debatten zu sehen. Die Tendenz in der Politik geht in Richtung Zentralisierung von zertifizierten Organkrebszentren durch die Deutsche Krebsgesellschaft. Von Seiten des Krebszentrums Hegau-Bodensee sind daher Überlegungen im Gange, in den nächsten Jahren weitere Organkrebszentren zertifizieren zu lassen, da die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Auch wird die individualisierte Krebstherapie erhebliche Veränderungen mit sich bringen.

Aktuell werden die zusätzlichen Aufwendungen für Tumorboards und Tumordokumentation, psychoonkologische Beratungen, Sozialdienst uvm. entweder gar nicht oder nur ansatzweise von den Krankenkassen finanziert. Doch weil wissenschaftliche Untersuchungen mittlerweile belegen, dass die Chance auf Heilung und die richtige Behandlung an einem zertifizierten Zentrum deutlich höher sind als in nicht zertifizierten Zentren, ist das für das Krebszentrum Hegau-Bodensee genug Ansporn, sich jedes Jahr wieder der umfangreichen Prüfung zu stellen. Denn für die über 1000 Patienten, die in Singen jedes Jahr mit Krebs diagnostiziert werden, ist Ziel aller am Netzwerk Beteiligten eine Behandlung auf allerhöchstem Niveau anzubieten, die sich jeder Zeit im nationalen und internationalen Vergleich messen lassen kann.


INFO:
Daten der jeweiligen Erstzertifizierungen:

- Onkologisches Zentrum: 06.03.2012
- Brustkrebszentrum: 06.12.2007
- Darmkrebszentrum: 07.12.2007

- Prostatakarzinomzentrum: 09.12.2008
- Gynäkologische Krebszentrum: 16.03.2018

Besucherregelung seit 18. Mai 2020

Liebe Besucher, liebe Angehörige,

auf der Grundlage eines Beschlusses des Sozialministeriums Baden-Württemberg gilt
seit Montag, 18. Mai 2020, in den Akutkliniken des GLKN eine neue Besucherregelung.

Diese besagt: Pro Tag ist pro Patient nur ein Besucher gestattet. Besucher melden sich bitte zuerst an den zentralen Infoschaltern bzw. am Empfang an. Im Einzelfall sind Ausnahmen möglich, klären Sie diese im Vorfeld telefonisch unter den zentralen Krankenhausnummern ab.

Menschen, die in den letzten vier Wochen an COVID-19 erkrankt waren oder bei denen ein unwiderlegter Verdacht auf eine Erkrankung besteht, sind zum Schutz der Patienten und des Personals von einem Besuch ausgeschlossen. Bitte dringend beachten!

Wenn Sie einen Termin zu einer ambulanten Untersuchung oder in einer Sprechstunde haben, wenden Sie sich bitte ebenfalls zuerst an die Infoschalter.

Die Einhaltung der Abstandsregel und der Maskenpflicht gilt auch im Krankenhaus.
Bitte desinfizieren Sie beim Betreten der Klinik ihre Hände.

Wir bitten um Ihr Verständnis. Vielen Dank!

Besucherselbstauskunft zu SARS-CoV-2 und Verpflichtungserklärung
(Bitte vor dem Besuch ausfüllen und mitbringen) 

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