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Klinikum Konstanz: Seelsorge ist „ein Geschenk“

14.03.2019

Der Pallottiner Pater Alois Hofmann ist neuer katholischer Klinikseelsorger am Klinikum Konstanz

Der Pallottiner Pater Alois Hofmann ist neuer katholischer Klinikseelsorger Konstanz. Bild: Jagode
Der Pallottiner Pater Alois Hofmann ist neuer katholischer Klinikseelsorger Konstanz. Bild: Jagode

(Konstanz). Er war schon in ganz Deutschland tätig, nun hat es ihn an den Bodensee nach Konstanz verschlagen, bei guter Sicht mit Blick auf die geliebten Berge: Pater Alois Hofmann (70) verstärkt seit Februar hauptamtlich die katholische Klinikseelsorge am Klinikum Konstanz, im Januar konnte er sich bereits mit Hilfe seines Vorgängers Pfarrer Andreas Kluger einarbeiten. Der gebürtige Franke, der in einer 250 Seelengemeinde in einer gläubigen Familie nahe Würzburg aufgewachsen ist, gehört der ordensähnlichen katholischen Gemeinschaft der Pallottiner an, die ihre Zentrale bei Augsburg hat. Mit ihr kam Alois Hofmann schon in jungen Jahren in Kontakt, er besuchte ein Gymnasium in Immenstaad, das in der Trägerschaft der Pallottiner stand. Den Pallottinern trat er 1968 nach seinem Abitur bei. Fremd war ihm diese katholische Gemeinschaft nicht, denn sein Onkel gehörte ihr an und so kannte er bereits als Bub viele Pallottiner.

An der Hochschule der Pallottiner in Koblenz studierte Pater Alois sechs Jahre Philosophie und Theologie und wurde 1974 zum Priester geweiht. Die 1835 von Vinzenz Pallotti in Rom gegründete Gesellschaft des Katholischen Apostolats (SAC) hat sich der seelsorgerischen Arbeit verschrieben. Statt zurückgezogenem Klosterleben, ist die Arbeit nach außen gerichtet, gelebt wird in Wohngemeinschaften an verschiedenen Orten. Die Idee des Ordensgründers: Jeder Mensch ist ein Ebenbild Gottes und er kann Apostel sein, wenn er an dem Platz, wo er steht, seine Fähigkeiten einbringt und die Welt mitgestaltet, damit sie lebenswert ist.

Die seelsorgerische Arbeit führte Alois Hofmann von Salzburg über Augsburg, Freising und Rheinbach bei Bonn bis nach Berlin, wo er von 2008 bis 2016 in Neukölln auch in der Arbeit mit Obdachlosen tätig war. Danach war er im pastoralen Dienst und in der Klinikseelsorge in Friedberg bei Augsburg tätig. Als sich in Konstanz Veränderungen in der katholischen Klinikseelsorge abzeichneten, wurde ihm die Stelle angeboten. Da Pater Alois Veränderungen schätzt und „Neues stets als Chance“ begreift und die Stelle zudem die Möglichkeit bot, die Arbeitszeit auf 50 Prozent zu reduzieren und damit „Tempo raus zu nehmen“, sagte er zu. Jetzt teilt er sich die katholische Seelsorgearbeit mit der Pastoralreferentin Elisabeth Gnan, bestens bekannt im Klinikum Konstanz, die ihre Arbeit auf 50 Prozent aufstockte. Unterstellt ist er Dekan Mathias Trennert-Hellwig, er gehört zur Seelsorge-Einheit Konstanz-Altstadt. Während seine Kollegin ausschließlich im Klinikum tätig ist, ist Pater Alois auch in den Pflegeeinrichtungen Haus Salzberg und im Luisenheim sowie auch im Herzzentrum tätig.

Er ist regelmäßig für die Gottesdienste im Luisenheim, im Haus Salzberg und im ZfP Reichenau verantwortlich. Im Klinikum begleitet er auf der Intensivstation und auf der Palliativstation Menschen in Krisensituationen und besucht auch auf Zuruf Patienten auf den übrigen Stationen des Klinikums. Zusammen mit seiner Kollegin Elisabeth Gnan und der evangelischen Kollegin Louisa Mallig kümmert er sich supervisorisch um die Ehrenamtlichen, die als Seelsorger im Besuchsdienst tätig sind. Im wöchentlichen ökumenischen Dienstgespräch wird Rückblick auf die geleistete Arbeit gehalten und neue Möglichkeiten in der Klinikseelsorge entwickelt.

An seiner neuen Stelle will Pater Alois Hofmann gemeinsam mit den Mitarbeitern vor Ort da sein für jene, die sich in einer Lebensphase befinden, wo das gesamte Lebenskonzept in Frage gestellt wird. Krankheiten können je nach Schwere Lebenskrisen auslösen und sind tiefe Einschnitte ins Leben des Betroffenen. Zusammen mit den Beschäftigten vor Ort will er mithelfen, dass die Patienten wieder auf die Beine kommen oder ihre körperliche Schwachheit annehmen können. Er will demjenigen beistehen, der Hilfe braucht. Er sieht seine Aufgabe im Beistand, im Dasein, Zuhören, Mitfühlen, Nähe zeigen und Menschen in Not nicht alleine zu lassen. Das gebe auch einem selber viel zurück – „das ist ein Geschenk“, empfindet der neue Klinikseelsorger seine Arbeit.

In Konstanz, seiner neuen Wahlheimat, fühlt er sich schon nach kurzer Zeit angekommen. Er liebt es, schon früh morgens an der Uferpromenade zu walken. Und er liebt die kurzen Wege in der Stadt. Der leidenschaftliche Radfahrer, der früher Fahrradwallfahrten bis nach Rom und Israel leitete, macht in Konstanz alles mit dem Fahrrad. Das hält ihn fit.

In Konstanz sind die Pallottiner schon seit 100 Jahren vertreten, hier war eine der ersten Niederlassungen in Deutschland. Hier lebt Pater Alois mit zwei Glaubensbrüdern in einer Wohngemeinschaft am Münsterplatz. Dort können auch Gäste von auswärts sich für Tage zurückziehen oder auch an der Kontemplation der Gemeinschaft teilnehmen. Er selber stammt ja von einem Bauernhof mit Mühle im kleinen fränkischen Dorf Münster. Und so schließt sich der Kreis: Er kommt aus Münster und lebt jetzt am Münster….

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