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„Ein Feuerwerk an guten Ideen“

12.12.2018

Singener Räte von der Kapellenbaustelle im Klinikum beeindruckt/ Spenden weiterhin erforderlich

HBK Si Klinikkapelle Baubesichtigung 1
HBK Si Klinikkapelle Baubesichtiung2

(Singen). Die Mitglieder des Verwaltungs- und Finanzausschuss der Stadt Singen mit Oberbürgermeister Bernd Häusler an der Spitze besuchte vor seiner jüngsten Sitzung am 11. Dezember 2018 die Baustelle Krankenhauskapelle im Klinikum Singen und ließ sich durch die Mitglieder des Kapellenbeirats, allen voran durch die beiden Klinikseelsorger Waltraud Reichle und Christoph Labuhn sowie Dekan Matthias Zimmermann, das Sanierungs- und Umbauprojekt von der Historie über die Idee bis zur Umsetzung und Finanzierung vorstellen.

Mittlerweile unterstützt der Lionsclub Singen Hegau, allen voran der Singener Architekt Jörg Wuhrer, der mit dem Serviceclub schon den OnkoPlus-Raum im Singener Klinikum erfolgreich umgesetzt hatte, die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen. Das hatte einige Veränderungen in der Planung und Ausführung zur Folge und führte auch zur Einbeziehung des Vorraums von Kapelle und Onkoambulanz, ohne den eng gesteckten finanziellen Rahmen zu sprengen. Dank der vielfältigen und guten Kontakte von Jörg Wuhrer zu den unterschiedlichsten Handwerksfirmen kann der Umbau in Abstimmung mit GLKN Architekt Gordon Kunze ohne Abstriche und wunschgemäß realisiert werden. Die am Bau beteiligten Firmen erweisen sich hinsichtlich Material-, Sach- und Arbeitsleistungsspenden sehr großzügig. Wuhrer selber stellt seine Arbeitszeit und sein Knowhow als Beitrag der Lions ehrenamtlich zur Verfügung.

Die vielerlei Probleme, die auftreten, wenn im Bestand von 1928 gearbeitet wird, zeigte Wuhrer bei der Baustellenbesichtigung eindrücklich auf. Bei der Sanierung und dem Umbau vor allem im Vorraum, aber auch in der Kapelle habe er die Idee der ursprünglichen Planung des Karlsruher Architekten Prof. Hermann Billing – beispielsweise die hohen Decken und die Rundbögen – mit moderner Formensprache aufgegriffen. Das Ergebnis ist eine Symbiose von Tradition und Moderne. Betont werden in der neuen Kapelle die Fenster nach den Entwürfen von August Babberger, die von herausragender Qualität und Bedeutung sind und deshalb unter Denkmalschutz stehen. Ihre Leuchtkraft wird durch die neue Boden- und Wandgestaltung betont und verstärkt. Die Kapelle ist ebenso wie das ganze Singener Krankenhaus ein stolzes Zeichen des Engagements des Singener Bürgertums, das einst den Bau in schwierigen Zeiten möglich gemacht hat – noch heute ist diese Verbundenheit zwischen Stadt und Klinikum spürbar.

Die neuen Gestaltungsideen bezeichnete Oberbürgermeister Bernd Häusler als ein „Feuerwerk an Ideen“. Er zeigte sich ebenso wie die Ausschussmitglieder begeistert und beeindruckt zugleich und versprach eine nochmalige finanzielle Unterstützung durch die Stadt Singen zu prüfen. Denn obwohl rund 170.000 Euro durch Spenden in 2017 und 2018 eingegangen sind, ist das Projekt noch immer auf Spenden in Höhe von rund 100.000 Euro angewiesen, machten die Klinikseelsorger deutlich. Die Vorfinanzierung übernimmt die Kirchengemeinde Singen.
Die Nutzung der neuen Kapelle wird sich in vielerlei Hinsicht deutlich verbessern. Eine Luft-Wärme-Heizung und ein neues Lichtsystem werden stickige Veranstaltungen im Dämmerlicht der Vergangenheit angehören lassen. Die Innenausstattung nach den Plänen des Künstlers Alois Landmann lässt Spielräume bei der Nutzung zu und ist auf die heutige Seelsorgearbeit zugeschnitten.

Bis Mitte/Ende Januar 2019 werden die Bauarbeiten im Vorraum und in der Kapelle abgeschlossen sein. Nach Dreikönig werden die Eichenholz-Lamellen zur Wandgestaltung in Vorraum und Kapelle und als optische Führung eingebaut und die Fenster werden saniert. Die Wiedereinweihung der Klinikkapelle findet am Wochenende 23./24. März 2019, unter anderem mit einem Festgottesdienst am Samstagnachmittag mit dem badischen evangelischen Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh und Dr. Paul Friedrich Wehrle, emeritierter Weihbischof der Erzdiozöse Freiburg, statt. Letzterer ist ein großer Unterstützer des Singener Projekts, er war bei der Baubesichtigung auch zugegen und war voll des Lobes für Konzept und Umsetzung beim Umbau der Singener Klinikkapelle.

Spendenkonto: Spenden für die Klinikkapelle sind möglich auf das Konto des Krankenhausfördervereins Singen e.V. bei der Sparkasse Singen-Radolfzell, IBAN: DE 59 6925 0035 0003 0530 06, BIC: SOALDES1SNG, Verwendungszweck: Sanierung Klinikkapelle.

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