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Gesundheitsverbund: Neues Logistikzentrum feierte Richtfest

27.10.2016

Am Standort Konstanz entstehen die Zentralapotheke und das Zentrallager für den Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz

Der Gesundheitsverbund konnte Richtfest für sein neues Logistikzentrum am Standort Konstanz feiern. Mehr Bilder vom Richtfest finden Sie in unserer Bildergalerie zum Thema  im Menüpunkt Aktuelles. Bilder: aj
Der Gesundheitsverbund konnte Richtfest für sein neues Logistikzentrum am Standort Konstanz feiern. Mehr Bilder vom Richtfest finden Sie in unserer Bildergalerie zum Thema im Menüpunkt Aktuelles. Bilder: aj

(Konstanz). Die Rohbauarbeiten für das Gebäude Apotheke und Logistikzentrum am Standort Konstanz wurden planmäßig abgeschlossen, am 26. Oktober konnte Richtfest gefeiert werden. Für Landrat Frank Hämmerle ist die Apotheke die „Perle“ des Gesundheitsverbunds im Landkreis Konstanz. Sie beliefert Patienten in mehr als vier tausend Betten – in allen Häusern des Verbunds, im gesamten Landkreis Konstanz und darüber hinaus. Und sie arbeite sehr profitabel und tue damit dem Verbund gut. Mit dem neuen Logistikzentrum gehe der Gesundheitsverbund einen „wichtigen Schritt vorwärts“, ist sich der Aufsichtsratsvorsitzende sicher. Ziel aller Investitionen im Gesundheitsverbund sei immer „die bestmögliche bedarfsgerechte medizinische Versorgung der Bevölkerung auf höchstem Niveau“, so Hämmerle.

Rund 3,48 Millionen Euro investiert der Gesundheitsverbund in das neue Logistikzentrum – „das ist es uns wert“, machte Hämmerle deutlich. Die restlichen 10,12 Millionen kommen vom Land Baden-Württemberg. Der hohe Zuschuss zeigt, dass sich auch das Sozialministerium vom Konzept des Gesundheitsverbunds überzeugen ließ, freute sich GLKN-Geschäftsführer Rainer Ott. Neben der Zentralapotheke und dem Zentrallager des Gesundheitsverbunds wird auch das Labor Brunner, mit dem das Klinikum Konstanz schon lange kooperiert, als Mieter in den Neubau einziehen und eines der insgesamt vier Geschosse in Beschlag nehmen. Die räumliche Nähe bringe viele Vorteile, erklärte Ott, er verwies auf die guten Erfahrungen am Standort Singen, wo sich das Labor Blessing schon lange unweit des Klinikums befindet. Ott freut sich schon darauf, wenn das Gebäude Ende 2017 fertig gestellt ist und in Betrieb genommen werden kann. Denn dann bricht auch für die Apotheke des Gesundheitsverbunds eine neue Zeit an. Sie bekommt nicht nur optimale Reinräume, sondern auch ein sogenanntes „unit-dose-System“, ein Kommissionierungssystem, das computergesteuert und voll automatisiert sowie Video überwacht für jeden Patienten und Einnahmezeitpunkt individuell portioniert die oral einzunehmenden Arzneimittel zusammen stellt. Laut Chefapotheker Peter Buchal ist das „unit-dose“„das aktuell sicherste Verfahren der Arzneimittelvergabe“.

Für den Standort Konstanz habe vieles gesprochen, so der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt in seinem Grußwort. Hier musste nicht komplett neu gebaut werden, es konnte das bereits vorhandene, nicht mehr genutzte frühere Wirtschaftsgebäude genutzt, umgebaut und aufgestockt werden. Das spart Kosten und Zeit gegenüber einem Neubau auf der grünen Wiese, führte der Konstanzer Oberbürgermeister Uli Burchardt aus. Die Standortfrage wurde bereits 2013 mittels eines Gutachtens geklärt. Für den Standort Konstanz sprach auch die Tatsache, dass die Konstanzer Klinikapotheke neben den 450 eigenen Betten (Klinikum Konstanz und Vincentius-Krankenhaus) weitere rund 2600 Betten anderer Einrichtungen betreut. Die Zusammenlegung der Krankenhausapotheken und Lager an einem zentralen Standort ermögliche mehr Wirtschaftlichkeit und mehr Effizienz und bessere Arbeitsbedingungen auch für das Personal, ist sich Burchardt sicher.

Ein großes Lob gab es für Architekt Norbert Jobst von der Abteilung Bau des Gesundheitsverbunds als Verantwortlichen für die Baustelle Logistikzentrum; Lob und Dank gab es auch für alle anderen am Bau Beteiligten. Nach dem Richtspruch hatten die zahlreich erschienenen Richtfestbesucher die Möglichkeit, bei einem zünftigem Vesper den Rohbau von innen zu erleben.

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