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Notfall-Info

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Bei Meldung eines Notfalls sollten Sie die fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?
Was ist passiert?
Wie viele Verletzte?
Welche Verletzungen?
Warten auf Rückfragen

Notrufnummern

Feuerwehr: 112
Polizei: 110
Krankentransporte: 19222 (ohne Vorwahl)

Zentrale Notaufnahme Singen
Tel: 07731 89-2626

Notfallpraxis
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst:
Tel: 116 117 (Bundesweit einheiltiche Rufnummer der Leitstelle)

Kinder-Notfallpraxis
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst:
Tel: 0180 6077312 (Bundesweit einheiltiche Rufnummer der Leitstelle)

Informationen zur bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117

Vergiftungsunfälle können Sie über den Giftnotruf 0761 19240 an die Uni-Klinik Freiburg melden.

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Kontakt

Klinik für Kinder
und Jugendliche

Klinikum Konstanz
Luisenstraße 7
78464 Konstanz

Tel: 07531 801-1651
Fax: 07531 801-1655
E-Mail

Sekretariat

Hauptgebäude: Etage B

Station P16 (Kleinkinder)
Tel: 07531 801-2850

Station P17 (Jugendliche)
Tel: 07531 801-2855

Station I03 (Neugeborene
und Intensivmedizin)

Tel: 07531 801-2860

Kinder- und Jugendheilkunde: Leistungsspektrum

Das Leistungsspektrum der Klinik für Kinder und Jugendliche am Klinikum Konstanz

Neonatologie und Perinataler Schwerpunkt

  • Frau Dr. Karin Waldecker
  • Prof. Dr. Peter Gessler
Baby in der Schreiambulanz

Gemäß Krankenhausbedarfsplan fungiert die Klinik für Kinder und Jugendmedizin in Zusammenarbeit mit der Konstanzer Frauenklinik (link) als Perinataler Schwerpunkt. Wir bieten eine umfassende Betreuung von kleinen Frühgeborenen bis hin zum reifen Neugeborenen. Die direkte Verbindung zu den Einrichtungen der Frauenklinik schafft optimale Kooperationsbedingungen.

Die frühzeitige intrauterine Diagnostik lebensbedrohlicher Missbildungen erfolgt durch die Pränataldiagnostiker der benachbarten Frauenklinik (link), zum Teil auch im Rahmen einer gemeinsamen Sprechstunde zu der die Neonatologen (Neugeborenenspezialisten) und Chirurgen des Hauses hinzugezogen werden.

Die Früh und Neugeborenenintensivstation (Neonatologie) liegt in unmittelbarer Nähe von Kreißsaal und Entbindungsstation, so daß die Mütter nahe bei Ihren Kindern bleiben. Pro Jahr werden hier ca. 200 Kinder durch ein Team von erfahrenen Kinderkrankenpflegekräften und Kinderärzten betreut. Die Station ist mit modernsten medizintechnischen Geräten zur Diagnostik, Überwachung und Therapie ausgestattet, ohne dass diese in den Mittelpunkt des Stationsgeschehens treten. Zu unserem Konzept der Neugeborenenbehandlung gehört bereits seit vielen Jahren das sog. "Minimal Handling" als besonders einfühlende und schonende Betreuungsmethode. Auch sind wir bemüht, die Familienintegration und Zusammengehörigkeit von Eltern und Kind von Anfang an zu fördern. Der stimulierende Hautkontakt von Eltern und Neugeborenem bei der "Känguruh-Pflege", bei dem Ihr Kind auf Ihrem Bauch liegt und Ihre Wärme und Nähe spürt, der frühzeitige Einsatz von Muttermilch und eine umfassende Still- und Laktationsberatung stellen dabei wichtige Faktoren dar. Selbstverständlich können die Eltern ihre Kinder rund um die Uhr besuchen und auch für Geschwisterkinder gibt es eine Besuchserlaubnis. Unter unserer Anleitung werden Sie nach und nach Ihr Kind selbst betreuen lernen. Um den Angehörigen eine entsprechende räumliche Nähe zu Ihrem Kind zu ermöglichen, bieten wir die Möglichkeit zur Mitaufnahme eines Elternteils auf die Station.

Auch nach Beendigung des stationären Aufenthaltes stehen wir für Fragen weiter zur Verfügung.

Die Wochenbettstation: Ein erfahrenes Team von Pflegenden betreut die Eltern und ihr Baby in den ersten Tagen nach der Entbindung. Die Station bietet ein "Rooming in" rund um die Uhr an. Wir geben den Eltern Hilfestellung bei der Versorgung des Neugeborenen wie z.B. beim Wickeln, Baden und insbesondere beim Stillen.
Betreut und untersucht werden die Kinder durch die Ärzte der Kinderklinik.

Intensivmedizin

  • Frau Dr. Karin Waldecker
  • Prof. Dr. Peter Gessler

In Kooperation mit der Chirurgisch-Anästhesiologischen Intensivstation werden 1 bis 2 Betten für pädiatrische Patienten jenseits des Säuglingsalters bereitgehalten. Hier wird das gesamte Spektrum der pädiatrischen Notfall- und Intensivmedizin angeboten - der Schwerpunkt liegt dabei bei Patienten mit schweren Infektionszuständen wie Gehirnentzündung, Lungenentzündung, Sepsis (schwere Allgemeininfektion) sowie bei Patienten mit Atemstörungen oder Stoffwechselkrisen.

Hämatologie und Onkologie

  • Prof. Dr. Peter Gessler

Die Therapie bei bösartigen Erkrankungen wird teilweise stationär und teilweise ambulant durchgeführt. In jedem Fall erfolgt die Therapie in Kooperation mit einer Universitätskinderklinik. Die Nachsorge kann ebenfalls bei uns erfolgen. Zu unserem Konzept gehören neben der medizinischen und pflegerischen Betreuung:

  • Elternunterkunft
  • Betreuung durch eine Psychologin
  • Mal- und Spieltherapie durch
  • ausgebildete Therapeuten bzw.
    Erzieherinnen
  • regelmäßige Visite durch den
    Klinikclown
Hämatologie/Onkologie in der Kinderklinik Konstanz

In der Hämatologie betreuen wir unter anderem Patienten mit Anämieformen, mit Immundefekten und Thrombozytopenien.

Kinderpneumologie

  • Dr. Andreas Böckmann (Kinderpneumologe)
    E-Mail
  • Dr. Peter Salfeld (Kinderpneumologe)
    E-Mail
  • Spirometrie und Bodyplethysmographie ab dem Alter von ca. 4 Jahren mit kindsgerechten Motivationsprogrammen
  • Flexible Bronchoskopie:
    • Evaluation der Atemwege, Klärung der Anatomie und Beobachtung der dynamischen Komponenten unter Spontanatmung
    • Lavage der Lunge zur Abklärung von Infektionen, Autoimmunerkrankungen
      und Lungengerüsterkrankungen (BAL)
    • Unspezifischer Provokationstest mit Laufband oder freier Laufbelastung
    • Abklärung von fixierter pfeifender Atmung, wiederkehrenden Atelektasen, restriktiven Lungenerkrankungen, schwerwiegenden Infektionen etc.
    • Ausstattung: Kindgerechtes flexibles Vidoebronchoskop, erfahrene Kinderanästhesie
  • Schulung der Inhalationstechniken durch ausgebildete Asthmatrainer
  • Demonstration und Austestung der verschiedenen Inhalationsgeräte und -hilfen mit wirkstofffreien Modellen
    Pilocarpin-Iontophorese (Schweißtest) mit Bestimmung der Leitfähigkeit und des Chloridgehaltes im Schweiß
    Schlafuntersuchung mit kardiorespiratorischer Polygraphie ("kleines Schlaflabor")
Pneumoloische Untersuchung

Diabetes

  • Dr. Andreas Böckmann, Pädiatrischer Diabetologe/Endokrinologe

Das "Diabeteszentrum Regio Bodensee" ist entstanden aus der Kooperation der Kinderkliniken Konstanz und Münsterlingen (Schweiz) im Bereich Kinderdiabetes. Es ist eine Anerkannte Schulungs- und Behandlungseinrichtung der Deutschen Diabetesgesellschaft (DDG). Weiterhin besteht eine Anerkennung als Weiterbildungsstätte für die Zusatzbezeichnung Kinderdiabetologe/-endokrinologe für den Zeitraum von 18 Monaten.


"Ich und mein Diabetes"

Der Alltag von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes unterscheidet sich kaum von dem der gesunden Altersgleichen.

Diabetes aus der Sicht eines Kindes
Melanie und der Diabetes

Die optimale Diabetesbehandlung sollte so gestaltet werden, dass

  • zum einen das Therapieziel erreicht und beibehalten wird,
  • zum anderen sollten die individuellen Lebenspläne und der Alltag soweit wie möglich nicht vom Diabetes und der Therapie beeinflusst werden.

Ein gesundes Selbstbewusstsein wird gefördert

Das Diabetes-Team der Kinderklinik Konstanz besteht aus einem Kinderdiabetologen und zwei Diabetesberaterinnen DDG. Ein diabetologisch ausgebildetes und erfahrenes Pflegeteam leitet die Patienten und deren Familien in der Berechnung der Kohlehydrate, der Spritztechnik und der korrekten Umsetzung der angeordneten Therapie an.
Daneben stehen dem Team weitere Fachkräfte zur Seite: Unsere Physiotherapeutinnen unterstützen uns bei der Festlegung der Therapieanpassung bei Sport und bei den stationären Schulungen. Frau Neider, unsere Psychotherapeutin bearbeitet mit den Patientenfamilien die psychischen Belastungen, die mit der Krankheit verbunden sind.
In der Diabetes-Ambulanz betreuen wir Kinder und Jugendliche mit Diabetes auf Zuweisung durch einen niedergelassenen Arzt. Hier werden die notwendigen regelmäßigen körperlichen und laborchemischen Untersuchungen durchgeführt. Es findet eine Beratung über Insulintherapie und Stoffwechselmonitoring incl. Ernährungsberatung, Geräteschulung und Auslesen von Blutzuckergeräten und Insulinpumpen statt. Bei Bedarf kann unsere Psychotherapeutin hinzugezogen werden.

Wir bieten das gesamte Spektrum moderner Diabetestherapie an: Herkömmliche intensivierte Insulintherapie mit Normal- und NPH-Insulin, Therapie mit kurz- und langwirksamen Analoginsulinen sowie Insulinpumpentherapie mit den verschiedenen aktuellen Pumpenmodellen. Eine kontinuierliche Blutzuckermessung über einige Tage (Guardian REALTIME) ist ebenfalls möglich. Um unseren kleinen Patienten möglichst wenige "große" Blutabnahmen zumuten zu müssen, haben wir die Möglichkeit, den HbA1c aus Kapillarblut durchzuführen. Damit ist die HbA1c-Messung so einfach wie eine Blutzuckermessung. Unsere Ambulanz hat die Zulassung zur Teilnahme am Strukturierten Behandlungsprogramm für Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ I ("Disease Management Program",DMP). Neuschulungen und Nachschulungen werden je nach Fragestellung und Umfang stationär und ambulant im Rahmen der Ambulanztermine durchgeführt. Ein besonderer Schwerpunkt sind stationäre Schulungen mit Erlebnischarakter. Diese bieten wir vor allem im Sommer auch für Kinder und Jugendliche an, die sich nicht in dauerhafter Betreuung bei uns befinden.

Infos zu Terminen 2016 finden Sie hier:

Kinderendokrinologie

  • Dr. Andreas Böckmann, Kinderdiabetologe/-endokrinologe

Sowohl stationär wie auch im Rahmen unserer Ambulanz bieten wir eine umfassende Diagnostik und Therapie von endokrinologischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter an.

  • Wachstumsstörung: Kleinwuchs und Hochwuchs, Turner Syndrom, Prader-Willi-Syndrom, SHOX-Defizienz, Bestimmung der prospektiven Endlänge (Endgrößenprognose/Wachstumsprognose)
  • Pubertätsstörung: zu frühe und zu späte Pubertät (Pubertas praecox/
    Pubertas tarda, Hypogonadismus), vorzeitige Entwicklung von Schambehaarung (prämature Pubarche), vorzeitige Brustentwicklung (prämature Thelarche), Brustentwicklung beim Jungen (Gynäkomastie)
  • Störungen der Nebenniere und der Geschlechtshormone:
    Adrenogenitales Syndrom (AGS) Addison-Syndrom, Cushing-Syndrom u. a.
  • Erkrankungen der Schilddrüse: Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis, angeborene und erworbene Hypothyreose
  • Erkrankungen der Hypophyse: Wachstumshormon-Mangel,
    Hypophyseninsuffizienz, Diabetes insipidus, u. a.

Zur speziellen Diagnostik führen wir endokrinologische Funktionstests je nach Umfang ambulant oder stationär durch. Knochenalterbestimmungen werden nach den gängigen Methoden vorgenommen. Ultraschalluntersuchungen von den endokrinen Organen sowie die Möglichkeit der kernspintomographisch Untersuchung der Hypophyse komplettieren die diagnostischen Möglichkeiten.

Gastroenterologie

  • Dr. Andreas Böckmann
  • Frau Dr. Karin Waldecker

In unserer Klinik werden Kinder mit Beschwerden und Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, der Leber sowie Kinder mit Ernährungsstörungen abgeklärt und behandelt. Folgende Untersuchungen und Eingriffe werden durchgeführt:

  • Belastungstests mit H2-Exhalationsmessung (Fructosebelastungstest, Lactosebelastungstest, Glucosebelastungstest, Sacharosebelastungstest)
  • Ösophageale Langzeit-pH-Metrie
  • Bestimmung der Darmpassagezeit
  • Endoskopien ab dem Säuglingsalter in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für
    Innere Medizin, Endoskopie: Herr Dr. Th. Hannemannn
  • Oesophagogastroduodenoskopie (Spiegelung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm)
  • Anlage und Wechsel von perkutaner endoskopischer Gastrostomie (PEG)
  • Koloskopie (Spiegelung von Dickdarm und Ileum)

Psychosomatik und Psychotherapie

  • Frau Dipl. psych. Annegret Neider
  • Frau Dipl. Psych. M. Niklander
  • assoziiert Kinder- und Jugendärztliche Praxis Dres Borns et. al.

Der Bereich Psychosomatik und Psychotherapie ist in die Kinderklinik eingebunden. Die Behandlung basiert auf der Integration von organischer Diagnostik bzw. Therapie in eine psychotherapeutisch-psychosoziale Vorgehensweise. Die Betreuung erfolgt stationär (teilweise mit Beurlaubung). Das Team setzt sich zusammen aus einem Kinder- und Jugendpsychiater, einem Stationsarzt, einer Psychologin und den Pflegenden der Station. Schulunterricht erfolgt durch die Lehrkräfte der Schule für Kranke.

Im Gespräch

Manchmal

können schulische, familiäre oder auch andere Belastungsfaktoren vielfältige körperliche Beschwerden nach sich ziehen - oder auch die Symptomatik einer vorhandenen chronischen Erkrankung verstärken. Oft sind die Zusammenhänge für die Patienten selbst und ihre Eltern nicht auf den ersten Blick erkennbar. Wenn die Beschwerden trotz negativem organischen Befund nicht verschwinden, macht sich Hilflosigkeit breit. Nicht selten ist ein regelmäßiger Schulbesuch schon seit einiger Zeit nicht mehr möglich. Hier kann eine frühzeitige Beratung, gegebenenfalls unter Einbeziehung der Geschwister, sehr hilfreich sein.

Manchmal

Leidet ein Kind oder Jugendlicher an einer schweren chronischen Erkrankung, deren Behandlung einen hohen Einsatz erfordert oder auf andere Weise hohe Belastungen für die Familie mit sich bringt. Hier kann es hilfreich sein, im Rahmen eines Familiengesprächs oder einer Elternberatung gemeinsam zu überlegen, wie ein angemessener, nicht die Symptome verstärkender Umgang mit der Krankheit aussehen und wieder Freiraum für andere Dinge entstehen kann.

Psychosoamtik bei Kindern

Erfahrungsgemäß ist eine Inanspruchnahme des psychol. Angebots sinnvoll bei

  • rezidivierenden Bauchschmerzen
  • Migräne und Spannungskopfschmerzen
  • Enkopresis (Einkoten) und Enuresis (Einnässen)
  • frühkindlichen Fütterstörungen
  • Suizidgefahr oder nach Suizidversuch zur Krisenintervention
  • organisch schwer einzuordnenden Beschwerden wie z.B. Bewegungsstörungen oder starken Somatisierungen
  • Erstmanifestation eines Diabetes, eines Morbus Crohn oder einer anderen chronischen Erkrankung
  • Verdacht auf Ängste, Depressionen oder Zwänge
  • Im Rahmen von Krebserkrankungen. Hierbei besteht eine Zusammenarbeit mit dem Projekt KOBRA (Kinderonkologische Betreuung im regionalen Raum) der Universitätsklinik Freiburg.
  • Verdacht auf Essstörungen zur Abklärung, ob eine ambulante oder stationäre Behandlung erforderlich ist.
  • Anorexia nervosa, wofür wir ein Behandlungskonzept haben.

Patienten mit Essstörungen

Auf der Station für Schulkinder und Jugendliche

Du merkst, dass Du das Essen zur Zeit nicht mehr im Griff hast...

Sie als Eltern glauben, dass Ihr Kind seit einiger Zeit unter einer Essstörung leidet.
Um aus dem Teufelskreis einer Essstörung ausbrechen zu können bedarf es manchmal einer stationären Behandlung.

Behandlungskonzept Essstörungen

Das Behandlungskonzept unserer Klinik basiert auf einer Kombination von Verhaltens- und Systemischer Familientherapie. In der interdisziplinär angelegten Behandlung setzen wir drei Schwerpunkte: die gezielte Bewältigung der Symptome, die einzeltherapeutische Arbeit mit dem betroffenen Jugendlichen mit dem Ziel der Lösung der zugrundeliegenden Schwierigkeiten und den Einbezug der Familie.

Klinik für Kinder und Jugendliche mit SPZ (Sozialpädiatrisches Zentrum)

  • Neuropädiatrie
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie, Klinische Psychologie
  • Frühkindliche Regulationsstörungen, Schlafmedizin

Schlafmedizin

  • Prof. Dr. Peter Gessler
  • Dr. Andreas Böckmann

Schlaf, Kindlein, schlaf ... - wenn Kinder nicht schlafen können.

Schlaf, Kindlein, schlaf,...- wenn Kinder nicht schlafen können.

Schlafstörungen im Kindes- und Jugendalter: Angebote zur Diagnostik und Therapie

Rund ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir. Nicht ohne Grund. Schlaf ist lebensnotwendig. Ohne Schlaf lässt die Merk- und Konzentrationsfähigkeit nach, bei schwerem Schlafentzug treten sogar Halluzinationen auf. Das Gehirn braucht Schlaf zur Erholung. Es finden ganz wichtige Gedächtnisprozesse statt: Im Schlaf werden Tagesereignisse verarbeitet und im Langzeitgedächtnis gespeichert, Informationen sortiert und auch gelöscht, denn unser Datenspeicher kann nicht immer nur aufgeladen werden. Werden zum Beispiel Traumphasen verhindert, verfällt man psychisch. In der Kinderklinik werden Ein- und Durchschlafstörungen sowie organisch bedingte Schlafstörungen bei Kindern und Jugendlichen behandelt. Schlafmangel kann unter anderem zum Abfall der Schulleistung, zu Reizbarkeit, Hyperaktivität und Übergewicht führen. Er kann gesundheitliche Probleme verursachen oder Probleme, den Alltag zu bewältigen. Wenn Kinder und Jugendliche tagsüber häufig müde sind, am Tage in ungewöhnlichen Situationen einschlafen oder sehr viel schlafen, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Die Schlafmedizin befasst sich mit Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus. Solche Störungen sind häufiger als bisher angenommen und können beträchtliche Auswirkungen auf die Gesundheit, das Verhalten und die Entwicklung des Kindes haben und das familiäre Umfeld erheblich belasten. Thematisch zu nennen sind Störungen der Atmung während des Schlafes bei Neugeborenen und Säuglingen, das nächtliche Schnarchen im Kleinkindes- und Schulalter (obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom), schlechter Schlaf bei Schulkindern und psychosomatische Aspekte der kindlichen Schlafstörung. Frühkindliche Regulationsstörungen (Schrei-, Schlaf- und Fütterprobleme) können zu so genannten „Schreibabys“ führen. Das Verhalten der Eltern und Umgebungsfaktoren spielen bei der Behandlung eine wichtige Rolle. In der Kinderklinik bieten wir Unterstützung an, eine notfallmäßige Entlastung ist immer möglich.

Die Klinik für Kinder und Jugendliche bietet eine umfassende Abklärung von Schlafstörungen bei allen Neugeborenen, Säuglingen, Kindern und Jugendlichen an, leitet therapeutische Maßnahmen ein und berät die Eltern.

Wir bieten Hilfe ambulant und stationär an. Terminvereinbarung über das Sekretariat der Kinderklinik, Tel: 07531 801-1651.

Prof. Dr. Peter Gessler, Facharzt für Kinder und Jugendmedizin,
anerkannte Zusatzbezeichnung Schlafmedizin (Ärztekammer)

Nach Rücksprache mit Ihnen bitten wir Sie evtl. ein Schlafprotokoll zu führen, einen Fragebogen auszufüllen oder geben Ihnen auch schon Hinweise welche diagnostische Schritte wir als sinnvoll erachten. Hierbei kann es sein, dass wir eine Polysomnographie (Langzeitaufzeichnung im Schlaf) durchführen wollen. Hinweise hierfür als auch allgemeine Informationen finden Sie nachfolgend:

Schreibabys - Hilfe, bevor etwas passiert

Der kleine Tim ist nicht zu beruhigen. Trotz Schnuller, Schnuffeltuch, Lieblingshase und Stillversuchen schreit der drei Monate alte Junge mit rot angelaufenem Gesicht. Seine Mutter, die bereits zwei Kinder glücklich groß gezogen hat, weiß nicht mehr weiter, sie ist genervt und erschöpft. Ihr droht der Geduldsfaden zu reißen.

Untersuchungszimmer für Schreibabys

Eltern können spontan um stationäre Aufnahme bitten, wenn Sie nicht mehr weiter wissen. Die Kinderklinik hält einen eigens für ihre Bedürfnisse eingerichteten und freundlich gestalteten Raum vor, in dem der Säugling mit seiner Mutter bleiben kann. Während des Aufenthalts werden Kind und Eltern von einem interdisziplinären Team aus Kinderärzten, Kinderneurologen, Psychologin, Physiotherapeuten und speziell geschulten Kinderkrankenschwestern betreut.
Hier werden mögliche organische Ursachen für die Schrei-, Schlaf-, oder Fütterstörungen und anderen Verhaltensproblemen untersucht, aber auch der Alltagsrhythmus des Kindes unter die Lupe genommen. Manchmal geraten Eltern und Kind in einen Teufelskreis, der durch chronischen Schlafmangel und Überreizung gekennzeichnet ist. Eltern von Schreibabys müssen sich nicht schämen: Rund 20 Prozent aller Neugeborenen haben unter frühkindlichen Regulationsstörungen zu leiden, unabhängig vom gesellschaftlichem Milieu. Als Schreibabys gelten Kinder, die an mehr als drei Tagen mehr als drei Stunden lang weinen und dies mindestens drei Wochen lang. Die Ärzte und Therapeuten raten Eltern dazu, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen, bevor möglicherweise Aggressionen gegen das Kind aufkommen.
Warum manche Kinder scheinbar zu "kleinen Tyrannen" werden, ist unklar. Stress in der Schwangerschaft, sei es beruflich, persönliche Existenzängste oder auch die Angst, das Kind zu verlieren, können eine Rolle spielen.

Hier finden Sie den Informationsflyer zum Thema "Schreibabys"

Neuropädiatrie

Stationäre Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit verschiedenen neurologischen Krankheitsbildern.

Diagnostisch stehen zur Verfügung:
EEG (Ableitungen spontan, im Schlaf mit und ohne Photostimulation), Polygraphie- und Polysomnographiegerät, Messung der Nervenleitgeschwindigkeit und Elektromyographie, Schädelsonographie und gemeinsam mit der Radiologie des Klinikums Kernspin- und Computertomographie.

Kinderkardiologie

  • Dr. Thomas Seiler
  • Frau Dr. Désirée Ehrlinspiel

Stationäre und ambulante Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Herzkrankheiten, vor allem angeborenen Herzfehlern.
Vorfeld-Diagnostik und Weiterbetreuung nach Eingriffen (Herzkatheter, Herzoperation) im jeweiligen Kinder-Herzzentrum in enger Zusammenarbeit mit dem Kinder-Herzzentrum. Verzahnung von stationärer und ambulanter Betreuung vor Ort.

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