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Notfall-Info

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Bei Meldung eines Notfalls sollten Sie die fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?
Was ist passiert?
Wie viele Verletzte?
Welche Verletzungen?
Warten auf Rückfragen

Notrufnummern

Feuerwehr: 112
Polizei: 110
Krankentransporte: 19222 (ohne Vorwahl)

Zentrale Notaufnahme Singen
Tel: 07731 89-2626

Notfallpraxis
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst:
Tel: 116 117 (Bundesweit einheiltiche Rufnummer der Leitstelle)

Kinder-Notfallpraxis
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst:
Tel: 0180 6077312 (Bundesweit einheiltiche Rufnummer der Leitstelle)

Informationen zur bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117

Vergiftungsunfälle können Sie über den Giftnotruf 0761 19240 an die Uni-Klinik Freiburg melden.

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Kontakt

Zertifiziertes Onkologisches Zentrum
Zertifiziertes Brustzentrum Hegau-Bodensee
Zertifiziertes Darmzentrum Hegau-Bodensee
Zertifiziertes Prostatazentrum Hegau-Bodensee
Zertifiziert nach DIN EN ISO 9001

Krebszentrum
Hegau-Bodensee
 

Leiter:
Prof. Dr. med. Jan Harder

Koordination:
Silke Asal

Hegau-Bodensee-
Klinikum Singen
Virchowstr. 10, 78224 Singen

Tel: 07731 89-1304
Fax: 07731 89-2765

E-Mail

Das Krebszentrum Hegau-Bodensee

Tag der Bewegung/Sport gegen den Krebs, Rückschau zur Veranstaltung am 28.09.2016

Was, wenn es ein Mittel gibt, was

  • gleichermaßen der Entstehung von Krebs vorbeugt
  • die Nebenwirkungen von Therapien gegen Krebs (z.B. Chemotherapien) deutlich reduzieren kann
  • das Risiko für einen Rückfall mindert
  • und gleichzeitig eine dauerhafte Heilung fördert?

Und was, wenn dieses Mittel dazu auch noch nahezu umsonst ist und Sie darüber komplett selbst bestimmen können?

Als Krebszentrum sehen wir unser Ziel nicht nur darin, Tumorerkrankte auf höchstem medizinischem Niveau zu behandeln, sondern es ist uns genauso wichtig, dass Sie gesund bleiben. Deshalb haben wir für Sie einen Tag organisiert, der Sie umfassend über Möglichkeiten informiert, Ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen ohne falsche Versprechungen zu machen. Eingebettet darin wurde die Aktion „gemeinsam ist’s leichter“.

Warte nicht. Der Zeitpunkt wird niemals perfekt sein.“
Napoleon Hill

Krebszentrum Hegau-Bodensee hatte zum Aktionstag "Bewegung" eingeladen/ T-Shirt-Aktion als Motivationshilfe

Eröffnung des Aktionstags "Bewegung"

Die schlechte Nachricht zuerst: Jeder zweite Deutsche wird im Laufe seines Lebens an Krebs erkranken. Die gute Nachricht: Dagegen kann jeder etwas tun. Denn mit gesunder Ernährung und Bewegung lässt sich das persönliche Krebsrisiko nicht nur
reduzieren, sondern die Nebenwirkungen bei Therapien gegen Krebs deutlich reduzieren und das Rückfallrisiko minimieren.

Prof. Jan Harder referiert beim Aktionstag "Bewegung"

Wie einfach das geht, zeigte die von Prof. Jan Harder, Leiter des Krebszentrums, moderierte gut besuchte Veranstaltung des Krebszentrums Hegau-Bodensee im Café Lichtblick des Singener Klinikums am 28. September. Bei diesem Aktionstag wurden Gesunde und (Krebs)Kranke gleichermaßen dazu aufgerufen, in Bewegung zu kommen. Verschiedene Experten informierten in Vorträgen, bei Mitmachaktionen und an Infoständen über die Möglichkeiten, die jeder hat, um die eigene Gesundheit zu
verbessern.

Ernährungsexpertin Brigitte Heine-Riegel vom Parksanatorium Aulendorf

Der Frage „Kann man sich fit und gesund essen“ ging Ernährungsexpertin Brigitte Heine-Riegel vom Parksanatorium Aulendorf nach. Ihr Appell: möglichst abwechslungsreich, saisonal und regional essen; mehr Obst, Gemüse und Vollkorngetreide, weniger Wurst und Fleisch. Speziell ging sie auf die Vitamine ein, die in der Onkologie eine Rolle spielen und bei denen in der Bevölkerung häufig ein Mangel herrscht dazu zählte sie die Vitamine A, das BetaCarotin und das Vitamin D. Auch das Vitamin C ist bedeutend, die Versorgung der Bevölkerung ist hier allerdings in der Regel gut. Heine-Riegels Empfehlung: Essen Sie alles was rot, grün und gelb ist und möglichst mit Schale. Mit zwei Stück Obst am Tag sei man gut versorgt. Sie brach auch eine Lanze für den maßvollen Genuss von Butter und Vollmilch als gute Lieferanten für das Vitamin A. Von Bedeutung sind in der Krebstherapie auch die Omega 3-Fettsäuren, das Spurenelement Selen, sekundäre Pflanzenstoffe, Sulfide, Flavonoide, Glucosinolate, Calcium und Magnesium – aber bitte alles in der richtigen Dosierung!

Der Onkologe Dr. Thomas Widmann

Wie man mit Bewegung sein Krebsrisiko senken kann, zeigten von den Asklepios-Kliniken Triberg der Onkologe Dr. Thomas Widmann in der Theorie und der Sportlehrer André Schneider ganz praktisch bei Mitmachübungen mit einem Theraband. Dass eine regelmäßige körperliche Aktivität hilft, dass der Krebs nicht wieder kommt und die eigene Prognose verbessert, ist mittlerweile wissenschaftlich bewiesen. Je mehr Bewegung, desto besser die Gesundheit, aber kein Sport bei akuten Erkrankungen wie Blutungen, Schmerzen, Schwindel, Fieber, Infektionen, Kreislaufbeschwerden und schlechten Blutwerten.

Sportlehrer André Schneider beim Aktionstag "Bewegung"

Der Appell der Fachleuten: Treppe statt Fahrstuhl, Fahrrad statt Auto, nach dem Essen spazieren gehen und sich einer Gruppe anschließen, um fixe Termine für die regelmäßige sportliche Betätigung zu haben. Wichtig ist dabei der Spaß bei der Sache und auch wichtig: Gemeinsam geht es immer leichter.

In Aktion mit dem Theraband
Prof. Jan Harder mit dem Theraband
 

Deswegen hat das Krebszentrum auch eine T-Shirt-Aktion ins Leben gerufen, mit welcher Angehörige, Freunde und Bekannte von Krebspatienten zum Motivator und Paten für Krebspatienten werden. Die Shirts können über das Krebszentrum
erstanden werden - E-Mail an: silke.asal@glkn.de.

T-Shirt-Aktion
Prof. Jan Harder mit dem Theraband
 

Bewegung ist vor allem in Bezug auf das Fatigue-Syndrom wichtig, wie der Singener Onkologe Dr. Thomas Fietz in seinem Vortrag „Fatigue – wie viel Bewegung ist für den kranken Körper gut“ aufzeigte. Das Fatigue-Syndrom, die chronische Erschöpfung, tritt bei Krebspatienten sehr häufig auf – während der Behandlung, aber auch danach. Gerade dann, wenn die Müdigkeit und das Tief am größten sind, tut Bewegung besonders gut. Nur wer sich bewegt, erhält seine Muskelkraft und
seine Leistungsfähigkeit. Den Teufelskreis alleine zu durchbrechen, sich aufzuraffen ist nicht einfach, es braucht jemanden an der Seite, der einem an die Hand nimmt und motiviert. Fietz warb für die T-Shirt-Aktion des Krebszentrums. Das alte Dogma
der Bettruhe gilt nicht mehr, so Fietz, heute wisse man: Krebspatienten profitieren von der Bewegung, es geht ihnen damit viel besser.

Der Singener Onkologe Dr. Thomas Fietz beim Aktionstag "Bewegung"

Den Patienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, empfiehlt er während der Chemopause ein dosiertes Training. Für Sport bei und nach Krebs gelte: klein anfangen, nicht überfordern, langsam steigern, Grenzen achten, Ruhephasen einhalten und Dranbleiben – und das in jedem Alter!

Sportwissenschaftler und Faszientrainer Joachim Auer beim Aktionstag "Bewegung"

Über die Faszination Faszien referierte der Sportwissenschaftler und Faszientrainer Joachim Auer. „Ihr Körper ist das Ergebnis der Reize, die sie ihm geben“, machte er deutlich. Der Alltag bildet sich in den Faszien, dem Bindegewebe, das sich durch den ganzen Körper zieht, ab. Alles, was sich zwischen Muskeln, Sehnen, Bändern und Knochen befindet, sind Faszien. Hier speichern und summieren sich die Schmerzen und die Beschwerden. „Das Bindegewebe ist die Festplatte des Körpers“, so Auer. Vor diesem Hintergrund ist Sport ein Hobby, aber Bewegung lebensnotwendig!

Das Krebszentrum ist rezertifiziert

Drei Jahre nach der Erstzertifizierung hat das Krebszentrum wiederum die hohen Anforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft erfüllt und wurde am 12. und 13. März 2015 rezertifiziert. 
Auszüge aus dem Auditbericht:

"Die Mitarbeitenden zeigen eine hohe fachliche Kompetenz und ein großes Engagement für das Onkologische Zentrum. Die gemeinsame Betreuung der Patienten steht im Vordergrund und wird mit Teamgeist und Sorgfalt angegangen. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit erscheint sehr gut ...

Das Betriebsklima ist sehr angenehm. Die Informationsweitergabe an Schnittstellen funktioniert reibungslos.Es konnte nachvollzogen werden, dass die vorgestellten Strukturen gelebt und von allen Beteiligten engagiert mit getragen werden.
Im Zertifizierungsaudit wurde keine Abweichung festgestellt.
Der Gesamteindruck in dem Zertifizierungsaudit ist sehr gut. Eine Empfehlung zur Aufrechterhaltung des Zertifikats für das Onkologische Zentrum wird hiermit ausdrücklich ausgesprochen."
In unseren Überwachungsaudits im März 2016 wurde dem Krebszentrum von den Auditoren eine hohe Professionalität zugesprochen. Wir freuen uns über die Bestätigung unserer Zertifikate.

2015/2016: Wieder haben wir unseren Service für unsere Patienten erweitert

Prästationäre Patientenaufnahme

Anstelle eines kompletten stationären Tages können wir den meisten Patienten nun anbieten, alle Voruntersuchungen und Diagnostik kompakt aufeinander abgestimmt in etwa 4 Stunden wahrzunehmen. Die Patienten bestätigen uns in einer Patientenbefragung die gute Funktionalität dieses Prinzips inklusive ihrer Zufriedenheit.

Tumorkonferenz

Unseren interprofessionellen und interdisziplinären Austausch schreiben wir groß, Entscheidungen werden im Team getroffen: In wöchentlich 3 stattfindenden Tumorkonferenzen wurde 2015 für 1451 Patienten die bestmögliche Behandlung diskutiert.

Operateur ruft Angehörige nach OP an

Wenn der Patient es wünscht, ruft der Operateur direkt nach dem Eingriff einen benannten Angehörigen an, um ihm den Verlauf der OP mitzuteilen.

Unser Reha-Check

Wir haben unsere kooperierenden Rehaeinrichtungen vor Ort getestet: Nun können wir den Patienten Auskunft aus erster Hand geben, welche Reha-Klinik für sie die passendste ist. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei immer auch bei den Fachärzten vor Ort.

Sport und Bewegung

Viele Studien beweisen es: Sport und Bewegung schon während der Krebsbehandlung kann das Outcome der Behandlung deutlich verbessern. Ein erster Schritt, dieses für die Patienten zu unterstützen ist unsere neue Broschüre mit einfachen Übungen, die der Patient zu Hause selber weiter führen kann. Auf diesem Gebiet werden wir dieses Jahr noch einiges mehr bewegen.

Patientenbefragung

Von 300 Rückmeldungen machten sich 2015 mehr als die Hälfte die Mühe, ihren Dank und ihr Lob oder ihren Tadel in Sätzen zu formulieren. Viele sind von der Freundlichkeit und der Kompetenz begeistert. Dieses freut uns und gibt und uns neue Motivation. Anregungen und Kritik versuchen wir in Verbesserungen umzusetzen. Derzeit arbeiten wir intensiv daran, weniger OPs verschieben zu müssen.

Zahlen

1900 Patienten wurden in 2700 Aufenthalten im Krebszentrum stationär betreut. Davon sind 1085 Neuerkrankte bei uns behandelt worden. Diese erneute Steigerung betrachten wir als Bestätigung unserer Arbeit und werden uns weiter intensiv für das Wohlergehen von Patienten und Angehörigen einsetzen.


Das Krebszentrum Hegau-Bodensee

Unsere Fortbildungen für das zweite Halbjahr 2016 finden Sie hier, Kooperationspartner sind herzlich dazu eingeladen. Eine Veranstaltungsübersicht können Sie hier einsehen.

Die Ziele des Krebszentrums Hegau-Bodensee

Krebszentrum

Jeder Patient, der an einer bösartigen Erkrankung leidet, wird in den Einrichtungen des Krebszentrums Hegau-Bodensee in Singen auf höchstem medizinischen Niveau und nach den anerkannten Empfehlungen und Leitlinien der Fachgesellschaften diagnostiziert und therapiert. Das Krebszentrum sieht sich außerdem als kompetenten Ansprechpartner in Fragen der Vor- und Nachsorge sowie der Rehabilitation bei Krebserkrankungen. Durch das interdisziplinäre Netzwerk zwischen allen an der Behandlung Beteiligten entsteht eine qualitativ hochwertige und durchgängige Versorgung dieser Patienten. Über eine enge Zusammenarbeit innerhalb des Gesundheitsverbundes GLKN, mit ambulanten Einrichtungen und mit dem Tumorzentrum Ludwig Heilmeyer Comprehensive Cancer Center des Universitätsklinikums Freiburg ist eine Behandlung aller Krebsarten auch bei sehr komplexen Situationen gesichert. Das Ziel des Krebszentrums ist die Sicherstellung und Weiterentwicklung einer hochqualifizierten Prävention, Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Erkrankungen. Es versteht seine Leistungen als lernendes System, das ständig an die Patienten- und Mitarbeiterbedürfnisse angepasst wird. Die Eigenverantwortung sowohl was die Arbeitsergebnisse betrifft als auch das eigene Wohlergehen der Mitarbeiter des Krebszentrums wird unterstützt. Ein vertrauensvoller und konstruktiver Umgang mit Fehlern wird gefördert. Fehler werden ausgewertet und Prozesse oder Verfahren entsprechend angepasst, um ein Wiederauftreten zu vermeiden.
Im Krebszentrum wird eine Arbeitsatmosphäre angestrebt, die von Wertschätzung geprägt ist, engagierte Menschen anzieht und zum kreativen, patientenorientierten Arbeiten motiviert.

Der Lenkungsausschuss des Krebszentrums

Lenkungsausschuss Krebszentrum

Der Lenkungsausschuss des Krebszentrums Hegau-Bodensee (hinten v.ln.r.): Prof. Dr. Matthias Gundlach (Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie), Dr. Ulrich Banhardt (Onkol. Schwerpunktpraxis), Dr. Thomas Fietz (Onkol. Schwerpunktpraxis), PD Dr. Niko Zantl (Chefarzt Urologie). Vorne (v.l.n.r.): Prof. Dr. Johannes Lutterbach (Gemeinschaftspraxis Strahlentherapie Singen), Dr. Wolfram Lucke (Chefarzt Gynäkologie), Silke Asal (Koordination), Prof. Dr. Jan Harder (Chefarzt II. Med. Klinik)

Organigramm Krebszentrum Hegau-Bodensee

Organigramm Krebszentrum
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