Medizinische Fachbereiche (© apops - Fotolia.com)

Notfall-Info

Notfall-Info

Bei Meldung eines Notfalls sollten Sie die fünf W beachten:

Wo ist der Notfall passiert?
Was ist passiert?
Wie viele Verletzte?
Welche Verletzungen?
Warten auf Rückfragen

Notrufnummern

Feuerwehr: 112
Polizei: 110
Krankentransporte: 19222 (ohne Vorwahl)

Zentrale Notaufnahme Singen
Tel: 07731 89-2626

Notfallpraxis
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst:
Tel: 116 117 (Bundesweit einheiltiche Rufnummer der Leitstelle)

Kinder-Notfallpraxis
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst:
Tel: 0180 6077312 (Bundesweit einheiltiche Rufnummer der Leitstelle)

Informationen zur bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117

Vergiftungsunfälle können Sie über den Giftnotruf 0761 19240 an die Uni-Klinik Freiburg melden.

Abteilung
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Leitung

Institut für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie am HBK Singen

Ärztlicher Direktor und Chefarzt

Prof. Dr. med.

Frank Hinder

Facharzt für Anästhesiologie,
Intensivmedizin, Notfallmedizin,
Spezielle Schmerztherapie

Kontakt

Institut für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie

Hegau-Bodensee-
Klinikum Singen
Virchowstr. 10, 78224 Singen

Sekretariat Frau Maushake
Tel: 07731 89-2000
Fax: 07731 89-2005
E-Mail


Prämedikationsambulanz

Terminvergabe über Sekretariat Frau Maushake
Tel: 07731 89-2000


Intensivstation Station 15
Tel: 07731 89-2020


Intermediate Care Station
Station 14

Tel: 07731 89-2040


Projekt "Ich trau mich ins Krankenhaus"
Information über Sekretariat
Frau Maushake
Tel: 07731 89-2000

Insitut für AINS am HBK Singen: Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie

Der Anästhesist – Schlafwagenschaffner und High-Tech-Mediziner
Als AnästhesistInnen sehen wir unsere Aufgabe darin, Patienten die uns anvertraut sind, in einer sensiblen Phase - im Krankenhaus ist dies häufig eine Operation oder ein Aufenthalt auf der Intensivstation - zu begleiten und den Verlauf so sicher und angenehm wie möglich zu gestalten.

Unsere MitarbeiterInnen sind daher im Dienste der Patienten und in enger Zusammenarbeit mit den das Grundleiden behandelnden Fachdisziplinen auf verschiedenen Gebieten tätig, im Operationssaal, auf der Intensivstation, als Schmerztherapeuten und in der Notfallmedizin.

Unsere Fortbildungen finden Sie hier, Veranstaltungen können Sie hier einsehen.

Anästhesie

Der Begriff Anästhesie stammt aus dem Griechischen und bedeutet Gefühllosigkeit. Die Schmerzausschaltung – mit oder ohne Narkose - zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Anästhesisten während einer Operation. Darüberhinaus überwachen wir die lebenswichtigen Funktionen unserer Patienten wie Blutdruck, Puls und Atmung und behandeln sich evtl. einstellende Funktionsstörungen.

Im Vorfeld eines Eingriffes informieren wir uns in einem ausführlichen Gespräch, der sogenannten Prämedikationsvisite, über den Gesundheitszustand der Patienten. Das Ergebnis aus Befragung und körperlicher Untersuchung wird ergänzt durch die Auswertung von Laborbefunden, EKG oder bildgebenden Untersuchungen wie Röntgenaufnahmen. So ergibt sich die Grundlage für die Einschätzung des Anästhesierisikos, die Auswahl des Anästhesieverfahrens und die Aufklärung der Patienten. Das Vorgespräch bieten wir je nach Patient bereits Tage vor dem Eingriff ambulant in unserer Prämedikationssprechstunde an, besuchen aber weniger mobile Patienten auch gerne auf ihrer Station.

Die maßgeschneiderte Anästhesie – darauf hat jeder Patient einen Anspruch und dies ist für jeden Patienten etwas Anderes. Neben den verschiedenen Methoden der Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) können wir heute unseren Patienten ein umfangreiches Repertoire an Verfahren der Regionalanästhesie anbieten. Hierbei kann man z.B. die Nerven eines Armes, eines Beines oder die gesamte untere Körperhälfte isoliert medikamentös betäuben, so dass das Schmerzempfinden im Operationsgebiet ausgeschaltet ist. Kleinere Eingriffe können auf diese Weise sogar ohne Vollnarkose durchgeführt werden. Auf Wunsch des Patienten kombinieren wir die Regionalanästhesie aber auch mit einer Vollnarkose, die bei großen Operationen ohnehin notwendig ist. Wegen der zahlreichen Vorteile der Regionalanästhesie ist es uns ein Anliegen, diese noch mehr Patienten zugänglich zu machen. Je größer die Operation, je stärker der zu erwartende Schmerz nach der Operation und je kränker die Patienten, desto mehr profitieren sie von der Regionalanästhesie. Bei Patienten mit einer großen Bauchoperation kann man z.B. durch eine sogenannte thorakale Periduralanästhesie erreichen, dass die Patienten aufgrund der hohen Qualität der Schmerztherapie besser abhusten und schneller das Bett verlassen können. Diese Patienten haben daher nicht nur einen höheren Komfort, sondern bekommen nach der Operation auch wesentlich seltener eine Lungenentzündung, eine tiefe Beinvenenthrombose oder eine Lungenembolie als Patienten ohne Regionalanästhesie. Auch das körpereigene Abwehrsystem profitiert nachweislich von der Stressreduktion, die sich durch eine gute Schmerztherapie erreichen lässt. Es ist schön zu sehen, dass in 2008 mit ca. 50 pro Monat schon mehr als doppelt so viele Patienten wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres die thorakale Periduralanästhesie bei Bauchoperationen in Anspruch genommen haben.

Von einer regionalen Schmerzausschaltung profitieren aber auch sonst gesunde Patienten, deren Schulter- oder Ellenbogengelenk operiert und nach der Operation zur Vermeidung einer Versteifung schon sehr bald krankengymnastisch bewegt werden muss.

Auf der anderen Seite gibt es Patienten, bei denen wir wegen einer eingeschränkten Blutgerinnung bestimmte Regionalanästhesieverfahren nicht anwenden können, oder die sich aus den unterschiedlichsten Gründen gegen eine Regionalanästhesie entscheiden. Hier suchen wir gemeinsam mit den Patienten die bestmögliche Alternative. Die individuelle Beratung und der Respekt vor dem Patientenwillen als höchstem Gut sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass sich Patienten bei uns geborgen fühlen.

Verstärkt werden unsere AnästhesistInnen durch ein speziell ausgebildetes Team von Schwestern und Pflegern, die uns in der Vorbereitung und Durchführung der Anästhesie unterstützen und die die Patienten nach Operation und Narkose im Aufwachraum kompetent überwachen und liebevoll betreuen. Nach besonders großen und langen Operationen erfolgt die postoperative Überwachung auf der Intensivstation.

Intensivmedizin

Auf den Erwachsenen-Intensivstationen des Hegau-Bodensee-Klinikums werden Patienten aller Abteilungen des Hauses intensiv betreut und behandelt, bei denen eine besonders sorgfältige Überwachung rund um die Uhr notwendig ist oder die lebensbedrohlich erkrankt oder verletzt sind. Ein Team aus Spezialisten unterschiedlicher Disziplinen, in dem die Anästhesisten schwerpunktmäßig die Patienten der operativen Abteilungen des Hauses versorgen, arbeitet in enger Kooperation und wird durch speziell geschulte Pflegekräfte und Physiotherapeuten unterstützt, um die bestmögliche Versorgung unserer Patienten zu gewährleisten. Insgesamt stehen zu diesem Zweck auf den Intensivstationen am HBK Singen 34 Betten zur Verfügung.

Auf der Intensivstation kommt modernste Medizintechnik zum Einsatz, die eine differenzierte Überwachung aller Lebensfunktionen sichert und die vorübergehende Unterstützung gestörter Körperfunktionen ermöglicht. Bei schweren Erkrankungen ist häufig die eigene Atmung gestört. Diese kann vorübergehend durch ein Beatmungsgerät unterstützt oder gar ersetzt werden. Herz und Kreislauf werden durch hochwirksame Medikamente unterstützt, die Aufgaben der Nieren bei gestörter Funktion teilweise durch ein Nierenersatzgerät übernommen. Patienten, die keine feste Nahrung zu sich nehmen können, erhalten die Nährstoffe vorübergehend in flüssiger Form über Ernährungssonden oder aber speziell aufbereitet als Infusion direkt in den Blutkreislauf.

Wichtiger als alle Errungenschaften der Medizintechnik aber ist der Mensch auf der Intensivstation. Es sind die Zuwendung zu den Patienten, das ehrliche Mitgefühl, die Respektierung ihres Willens, die Würdigung ihrer Persönlichkeit, der Schutz ihrer Intimsphäre und das Schaffen einer vertrauten Umgebung auf der zunächst so unpersönlich erscheinenden Intensivstation, die den Patienten dabei helfen, die belastende Situation einer kritischen Krankheit gut zu überstehen. Es ist auch sehr wichtig, regelmäßig im Gespräch mit den Angehörigen der Patienten zu stehen, da die Vertrauten häufig in großer Angst um die Betroffenen leben. Das Aussprechen der eigenen Ängste, das Verstehen der Situation und der Gründe für Entscheidungen und Maßnahmen kann den Angehörigen der Patienten helfen, selbst mit der Situation besser klar zu kommen. Dies ermöglicht Ihnen, die Hoffnung auf einen guten Ausgang mitzutragen und dem Kranken zu vermitteln, manchmal aber auch dabei, Unabwendbares zu akzeptieren. Ein manchmal verkanntes Problem in der Intensivmedizin ist die regelhaft, zum Glück meist nur vorübergehend gestörte Wahrnehmung der Patienten. Kritisch kranke Patienten sehen häufig Trugbilder, können Bekanntes nicht richtig einordnen und erleben eine zweite Welt als Wirklichkeit, von der sie in der Situation teilweise sogar wissen, dass sie nicht real sein kann. Gleichzeitig fürchten sie sich, diese Erlebnisse mitzuteilen. Wiederum ist es das Gespräch mit den Patienten und den Angehörigen, teils das gezielte Nachfragen und Erklären, welches Angst abbaut und das für die Genesung so wichtige Vertrauen schafft.

Notfallmedizin

Neben den traditionellen Bereichen der Anästhesie und Intensivmedizin waren AnästhesistInnen am HBK Singen in der Vergangenheit bereits im Wechsel mit KollegInnen der Medizinischen Kliniken als Notärzte für die rettungsdienstliche Versorgung der Bevölkerung in der Region Singen tätig. Am 1. Juni 2008 wurde das Institut für Anästhesiologie nun vollständig mit dieser Aufgabe betraut. Das notärztliche Team besteht aus einem Notarzt des Klinikums Singen und den Kollegen des Deutschen Roten Kreuzes, der Johaninnter Unfall Hilfe und des Arbeiter Samariter Bundes welche die Besatzung des Notarzteinsatzfahrzeuges und des Rettungswagens bilden. Die Aufgabe der Notärzte ist die schnellstmögliche Behandlung akut lebensbedrohlicher Zustände. Die am HBK Singen stationierten Notärzte leisten pro Tag durchschnittlich sieben Einsätze.

Anästhesisten werden zudem bei innerklinischen Notfällen alarmiert und bilden das Krankenhauspersonal regelmäßig in Wiederbelebungsmaßnahmen fort.

Schmerztherapie

Der Schmerz nach einer Operation endet nicht am Operationstag, weshalb wir zahlreiche Patienten auch nach der Operation mit unserem Akutschmerzdienst begleiten, insbesondere wenn eine kontinuierliche Schmerztherapie über Katheterverfahren der Regionalanästhesie genutzt werden kann. Die KollegInnen des Akutschmerzdienstes passen die Medikamentendosis an den Bedarf an, achten auf unerwünschte Wirkungen und sorgen dafür, dass die Verfahren beendet werden, sobald der Patient nicht mehr davon profitiert. Auch Patienten, die stark wirksame intravenöse Schmerzmedikamente über ein Pumpenverfahren abrufen können, werden vom Akutschmerzdienst täglich visitiert. So hat sich die Anzahl der Patient, die schmerztherapeutisch betreut werden, seit dem Jahr 2007 nahezu verfünffacht, eine Anstrengung die sich für unsere Patienten lohnt.

Die Optimierung der Schmerztherapie im Krankenhaus auch über die Aufgaben des Akutschmerzdienstes hinaus, bildete einen Schwerpunkt der Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung im Institut für Anästhesiologie in den letzten zwölf Monaten. Eine besondere Rolle in der Umsetzung der Verbesserungen nahm ein interdisziplinärer und interprofessioneller Qualitätszirkel ein, in dem engagierte Pflegekräfte sämtlicher operativer Stationen, aber auch Physiotherapeuten im Dialog mit Vertretern des Institutes  für Anästhesiologie tätig waren, um schmerztherapeutische Konzepte auf der operativen Allgemeinstation in Absprache mit den Stationsärzten zu verwirklichen. Sehr hilfreich dabei war die Einführung einer standardisierten Befragung der Patienten zu ihren Schmerzen, die einmal pro Schicht durch Pflegekräfte im gesamten Hegau-Bodensee-Klinikum seit 2008 stattfindet.

Um weiteres Verbesserungspotential zu identifizieren, wurden Ende des Jahres 2007 über 800 operative Patienten im Rahmen einer Dissertationsarbeit standardisiert zu verschiedenen Aspekten der Qualität der perioperativen Schmerztherapie befragt. Eines der Ergebnisse war etwa, dass die Ärzte auf der Allgemeinstation vom Anästhesisten nun eine auf jeden operierten Patienten individuell zugeschnittene Empfehlung für die Therapie von Schmerzen und Übelkeit erhalten, die die Ärzte bei ihrer Therapieentscheidung unterstützen kann und auch Hinweise auf Unverträglichkeiten des Patienten für das eine oder andere Medikament enthält.

Patienten mit chronischen Schmerzen laufen Gefahr, dass ihre Schmerzen im Rahmen einer akuten Erkrankung nicht ausreichend behandelt werden, da sie häufig durch die Dauermedikation mit Schmerzmedikamenten einen höheren Bedarf entwickelt haben. Mehrere Mitarbeiter des Institutes für Anästhesiologie verfügen über die Weiterbildung in Spezieller Schmerztherapie und stehen zur konsiliarischen Mitbehandlung dieser Patienten im Krankenhaus zur Verfügung.

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