Perikarderkrankungen betreffen den
Herzbeutel (Perikard), der das Herz umgibt und schützt. Diese Erkrankungen
können entzündlich, mechanisch oder aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen
entstehen. Eine rechtzeitige Diagnose und Behandlung ist entscheidend, um
schwerwiegende Komplikationen wie Herzversagen zu verhindern. Erkrankungen des Perikards können die Herzfunktion erheblich
beeinträchtigen.
Behandlungsschwerpunkte:
- Perikarditis
(Entzündung des Herzbeutels): Akute oder chronische Entzündungen des Perikards
können durch Infektionen, Autoimmunerkrankungen oder andere Ursachen ausgelöst
werden. Bei uns erfolgt eine differenzierte Therapie mit medikamentöser
Behandlung und, falls erforderlich, chirurgischer Intervention, um Verengungen
oder Verwachsungen zu lösen.
- Perikarderguss
(Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel): Wenn sich zu viel Flüssigkeit im
Perikard ansammelt, kann dies die Herzfunktion beeinträchtigen. In schweren
Fällen kann eine Perikardpunktion oder ein chirurgischer Eingriff zur Drainage
des Ergusses notwendig sein. Minimalinvasive Verfahren stehen im Vordergrund
unserer Therapie.
- Konstriktive Perikarditis:
Diese Form der Perikarditis führt zu einer Versteifung des Herzbeutels, was das
Herz in seiner Bewegung einschränkt. Unsere Klinik bietet die vollständige oder
teilweise Entfernung des Perikards (Perikardektomie) an, um die Beweglichkeit
des Herzens wiederherzustellen und Symptome wie Atemnot und Müdigkeit zu
lindern.
- Perikardzysten:
Diese seltenen, gutartigen Zysten können symptomlos bleiben oder Beschwerden
verursachen, wenn sie auf das Herz oder umliegende Strukturen drücken. Wir
bieten chirurgische Entfernung an, oft auch minimalinvasiv.
Minimalinvasive Verfahren stehen im Vordergrund.