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Im Klinikum Singen können nun auch Herzrhythmusstörungen behandelt werden

13.10.2015

Zweiter Linksherzkatheter mit Elektrophysiologischen Messplatz für rund 1,1 Millionen Euro in Betrieb genommen/ Spezialist Dr. Stefan Asbach seit August im Klinikum

(Singen) Das Klinikum Singen hat Mitte August einen zweiten Linksherzkatheter-Messplatz mit einem elektrophysiologischen Messplatz in Betrieb genommen, an dem Menschen mit Herzrhythmusstörungen untersucht und behandelt werden können. In der I. Medizinischen Klinik am Hegau-Bodensee-Klinikum Singen gibt es damit das komplette Spektrum der Kardiologie, erklärt Chefarzt PD Dr. Marc Kollum. Die Elektrophysiologie wird durch Dr. Stefan Asbach abgedeckt. Dr. Asbach war zuletzt 14 Jahre am  Universitätsklinikum Freiburg beschäftigt und dort als Oberarzt für die Behandlung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen zuständig. Erist nun seit dem 1. August Leitender Arzt in der I. Medizinischen Klinik des Klinikums Singen. Er ist Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie mit der Zusatzbezeichnung Spezielle Rhythmologie und Spezialist für die Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen. 

Herzrhythmusstörungen gehören zu den häufigen Erkrankungen und sie nehmen mit dem Alter zu, erklärt Dr. Stefan Asbach. Nicht jede Herzrhythmusstörung ist gefährlich, aber es gibt gefährliche Formen, die behandelt werden müssen, so der Spezialist. Denn die Störungen des Herzrhythmus´ können durch Herzrasen oder eingeschränkte Belastbarkeit nicht nur lästig, sondern sogar lebensbedrohlich sein. Asbach erklärt wie die Untersuchung vonstattengeht: In örtlicher Betäubung werden feine Elektrodenkatheter zum Herzen geführt. Sie zeichnen ein EKG aus den verschiedenen Herzkammern auf. Über diese Katheter können die Herzkammern gezielt gereizt und stimuliert werden. Die elektrophysiologische Untersuchung zeigt sofort auf, wo der Ursprung einer Herzrhythmusstörung liegt. Oftmals werden in der  gleichen Sitzung die Zellen, die die Rhythmusstörung verursachen, dauerhaft verödet. Viele Arten von Herzrhythmusstörungen lassen sich auf diese Weise lindern oder heilen – meist wirkungsvoller als mit Medikamenten.

Rund die Hälfte aller Singener Patienten leiden unter Herzrhythmusstörungen, weiß Chefarzt PD Dr. Marc Kollum. Diese Patienten mussten bisher außerhalb des Landkreises an der Universitätsklinik Freiburg oder in Bad Krozingen untersucht und behandelt werden. Die lange Fahrt bleibt den Bürgern nun erspart, freut sich auch Landrat Frank Hämmerle, Vorsitzender des Aufsichtsrates des Gesundheitsverbunds Landkreis Konstanz. Der Chefarzt ist indes froh, mit dem neuen Linksherzkatheter mit elektrophysiologischen Messplatz nicht nur auf dem neuesten Stand der Technik zu sein, sondern damit auch die komplette Kardiologie anbieten zu können. Neben Herzinfarkten und Herzinsuffizienzen, die bereits bisher erfolgreich in der Singener Klinik behandelt werden, können nun auch Herzrhythmusstörungen diagnostiziert und behandelt werden. Die I. Medizinische Klinik am Hegau-Bodensee Klinikum Singen ist seit 2012 eine  zertifizierte Brustschmerzeinheit (Chest pain Unit) und strebt an, ein zertifiziertes Ausbildungszentrum für interventionelle Kardiologie zu werden. Damit sei man auch für potientielle Bewerber attraktiv, erklärt Kollum.

Das Singener Klinikum verfügt bereits seit 20 Jahren über einen Linksherzkatheter-Messplatz, er wurde im Jahr 2011 erneuert. Er dient der Behandlung bei Herzinfarkt und zur Untersuchung von Herzklappenfehler und ermöglicht die Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren. Rund 4000 Patienten werden pro Jahr in der I. Medizinischen Klinik stationär betreut, im Herzkatheterlabor rund 1200. Jährlich werden rund 800 Stentimplantate und rund 200 Schrittmacher, erweiterte Schrittmacher und Defibrillatoren eingesetzt. Durchschnittlich 250 akute Herzinfarkte behandeln Chefarzt Dr. Marc Kollum und sein Team im Jahr.

Der erste Linksherzkatheter-Messplatz wird mit den niedergelassenen Kardiologen geteilt. Weil aber die Nachfrage immer größer wurde und der Bedarf unbestritten da ist, im Klinikum an den Eingriffstagen nicht selten von 7.30 bis 22.00 Uhr am Linksherzkatheter-Messplatz gearbeitet wurde, fiel zu Beginn des Jahres im Aufsichtsrat die Entscheidung für einen zweiten Herzkathetermessplatz, der ausschließlich der Klinik zur Verfügung steht. Der Entscheidung ging im Rahmen des Medizinischen Gesamtkonzeptes eine gründliche Prüfung auch durch externe Berater voraus, informiert Hämmerle. Mit dem zweiten Linksherzkatheter wurde eine große Investition getätigt, berichtet Peter Fischer, Sprecher der Geschäftsführung des Gesundheitsverbunds. Das neue Gerät mit der modernen Ausstattung für die Elektrophysiologie kostet rund 1,1 Millionen Euro, dazu kamen rund 380.000 Euro Umbaukosten. Durch den Einbau einer unterbrechungsfreien Stromversorgung ist auch bei Netzausfall ein unterbrechungsfreier Betrieb möglich, so Fischer. Zugleich zeichnet sich das neue Gerät durch weniger Strahlung für Patienten und Personal aus – alles zum Wohle der Patienten.

Zweiter Linksherzkatheter mit Elektrophysiologischen Messplatz am HBK Singen

Den neuen Linksherzkatheter mit elektrophysiologischen Messplatz begutachten gemeinsam: Chefarzt PD Dr. Marc Kollum, Geschäftsführer Peter Fischer, der neue Elektrophysiologe Dr. Stefan Asbach und Landrat Frank Hämmerle. Bild: GLKN

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