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Zwanzig Jahre Linksherzkathetermessplatz im Klinikum Singen

12.12.2014

Kardiologie im HBK Singen bestens etabliert/ Erweiterung der diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten geplant

Das Team des Linksherzkathetermessplatzes am Klinikum Singen: (v.l.n.r.) Pascal Herrmann (Mitarbeiter Praxis), Dr. Thomas Schimpf (Praxis), Dr. Wolf Hornung (OA, Klinik), Dr. Stephan Richter (OA, Klinik), Geschäftsführer Peter Fischer, Chefarzt PD Dr. Marc Kollum, Constanze Rahn (Mitarbeiterin Klinik), Tanja Becker (Mitarbeiterin Klinik), May-Britt Hoffmann (Mitarbeiterin Klinik). Bild: aj
Das Team des Linksherzkathetermessplatzes am Klinikum Singen: (v.l.n.r.) Pascal Herrmann (Mitarbeiter Praxis), Dr. Thomas Schimpf (Praxis), Dr. Wolf Hornung (OA, Klinik), Dr. Stephan Richter (OA, Klinik), Geschäftsführer Peter Fischer, Chefarzt PD Dr. Marc Kollum, Constanze Rahn (Mitarbeiterin Klinik), Tanja Becker (Mitarbeiterin Klinik), May-Britt Hoffmann (Mitarbeiterin Klinik). Bild: aj

(Singen). Damals gehörte das Krankenhaus Singen zu den ersten Häusern im Land, das einen Linksherzkatheter anschaffte und zum Wohle der Patienten einsetzte. Seit 20 Jahren verfügt die Kardiologie im Klinikum Singen bereits über diese „Allzweckwaffe“ der Kardiologe, wie PD Dr. Marc Kollum berichtet, in 2011 wurde die bestehende alte Anlage durch eine neue moderne ausgetauscht. Am Linksherzkathetermessplatz (LHKM) lassen sich Erkrankungen der Herzkranzgefäße erkennen und meist gleich behandeln, erklärt der Kardiologe. Kollum ist Chefarzt der I. Medizinischen Klinik am Hegau-Bodensee-Klinikum Singen. Hier werden jene Patienten aus einem erweiterten Einzugsgebiet versorgt, die Probleme mit ihrem Herzen haben. Vom Rettungswagen auf den Kathetertisch – das ist Alltag in der Kardiologie, denn beim Herzinfarkt zählt jede Minute. Die Kardiologie des Singener Klinikums ist seit 2012 eine durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung zertifizierte Brustschmerzeinheit (= Chest Pain Unit). Für den Patienten bedeutet dies, wird er mit akutem Brustschmerz in die Notfallambulanz gebracht, erfolgt nach genauen, engen zeitlichen Vorgaben die Diagnose und die Einleitung der Therapie – das sichert die Qualität der Behandlung.

Ist ein Herzinfarkt diagnostiziert, lässt sich durch einen Herzkatheter aufdecken, welches Herzkranzgefäß verschlossen ist und ob noch weitere Gefäße verengt sind. Die schuldige Engstelle wird gedehnt und mit einem Stent, also einer Gefäßstütze, versehen. Mit einer frühzeitigen Wiedereröffnung des verschlossenen Infarktgefäßes kann das betroffene Herzmuskelareal klein und somit weitere Komplikationen gering gehalten werden. Auch die Funktion von Herzmuskel und Herzklappen lassen sich mit Hilfe des Linksherzkathetermessplatzes beurteilen. Mit einem LHKM können Untersuchungen durchgeführt werden, die früher undenkbar waren, erklärt Kollum. Diese damals revolutionäre Form der Diagnostik hat ihre Anfänge in den später 70erJahren. Eine spezielle digitale Bildgebung macht Gefäßveränderungen erst sichtbar – eine wichtige Voraussetzung für die schnelle Versorgung des Patienten. Ende der 80er Jahre wurde der erste Stent gesetzt.

Während früher der LHKM vor allem für diagnostische Zwecke eingesetzt wird, stehen heute die Koronarinterventionen im Vordergrund, so der Chefarzt. Rund 1200 Patienten, darunter rund 250 Akutinfarkte, werden im Klinikum Singen im Jahr durchschnittlich behandelt, dazu kommen circa 200 Schrittmacher, erweiterte Schrittmacher oder Defibrillatoren, die eingesetzt werden. Der Linksherzkathetermessplatz am Klinikum Singen wird gemeinsam mit der niedergelassenen kardiologischen Praxis Schlegelmilch/Schimpf/Merten betrieben, auch die Praxisärzte behandeln ambulant rund 800 Patienten pro Jahr am Gerät im Klinikum.

Die Patientenzahlen steigen jährlich, das hat auch mit der demografischen Entwicklung zu tun, erklärt Chefarzt Kollum. Deswegen investiert der Gesundheitsverbund Landkreis Konstanz in die Weiterentwicklung seiner Kardiologie am Standort Singen und wird im zweiten Quartal des kommenden Jahres einen zweiten Linksherzkathetermessplatz am Klinikum Singen in Betrieb nehmen. Zugleich wird das Spektrum der Kardiologie durch den Bereich der Elektrophysiologie erweitert. „Das beinhaltet alles, was mit der Elektrik des Herzen zu tun hat“, erklärt PD Dr. Marc Kollum. Seien es Herzrhythmusstörungen oder Vorhofflimmern, ab Mitte nächsten Jahres wird sich ein Spezialist für die Elektrophysiologie des Herzen zusätzlich um die Patienten der Region kümmern.

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