Lernschwester Lotte bringt das Lächeln zum Patienten

06. Dez 2013

Klinikclowns am Singener Krankenhaus dank großzügiger Spende nun auch in der Onkologie im Einsatz

(Singen). Sie bringen Freude und Abwechslung in den Klinikalltag und zaubern den überraschten Patienten ein Lächelns ins Gesicht: Die beiden Klinikclowns Schwester Lotte und ihr Kollege Guiseppe kommen alle zwei Wochen regelmäßig in das Singener Krebszentrum, um von Zimmer zu Zimmer zu ziehen. Dabei haben Sie warmherzigen Humor und allerlei Utensilien im Gepäck, die spontan zum Einsatz kommen, ganz so wie es die Situation erfordert. Ob Nudelholz für Schnellnarkose oder der Wärmespray für fröstelnde Patienten, es gibt nichts, was die beiden „Pfleger“ im Dienste des Humors, der Phantasie und Poesie nicht parat hätten. Und wenn ein Lied gewünscht ist, wird auch schon mal kräftig gesungen – sei es mit oder ohne Patient, aber immer ganz so wie es die Wünsche und Bedürfnisse des Patienten erfordert. Die Kranken haben ihre Freude an dem ungewöhnlichen Duo, sind nicht selten erst einmal überrascht oder irritiert. Doch schnell entsteht eine herzliche Verbindung und der Besuch der Klinikclowns bleibt in guter Erinnerung und hinterlässt ein freudiges Gefühl.

Lebensfreude vermitteln ist denn auch die Aufgabe der Klinikclowns selbst bei schwer kranken Patienten. Dies bringt sowohl physische als auch psychische Gesundungsprozesse in Gang und stabilisiert vor allem das seelische Gleichgewicht. Prof. Jan Harder, Chefarzt der II. Medizinischen Klinik im Hegau-Bodensee-Klinikum mit dem Schwerpunkt Onkologie, ist froh über dieses schöne neue Angebot für seine Patienten. Seit Oktober kommen die Klinikclowns vom Verein Lach-Falten in das Singener Krebszentrum. Sie wurden in der Clownschule Tamala in Konstanz, der ältesten Clownschule Deutschlands, bestens ausgebildet für ihre scheinbar mühelose und doch so schwere Arbeit. Möglich ist der regelmäßige Besuch der Klinikclowns nur dank der großzügigen Unterstützung der Stiftung Sonnenseite aus München. Sie trägt mit 9000 Euro für zwei Jahre lang den Löwenanteil an den Kosten, 3000 Euro finanziert das Krebszentrum aus Drittmitteln, 1000 Euro steuert der Radolfzeller Verein Lach-Falten bei. Diesem Verein ist es auch zu verdanken, dass sich die Stiftung für das Singener Klinikum engagiert.

Stiftungsvorstand Thomas Peters kam in diesen Tagen eigens aus München angereist, um den Klinikclowns bei ihrem Einsatz über die Schulter zu schauen – und herzhaft mit zu lachen. Der Geschäftsmann hatte vor zwei Jahren sein Unternehmen verkauft und aus dem Erlös die Stiftung gegründet, die nun weltweit mithilft, Menschen auf die Sonnenseite des Lebens oder ihnen zumindest die wärmenden Strahlen der Sonne zu bringen.

Klinikclowns in Altenheimen oder in der Kinderklinik sind schon seit längerem etabliert, weiß Ullrich Trommsdorff, 1. Vorstand von Lach-Falten e.V. Der Verein wurde 2010 gegründet mit dem Ziel, Clownauftritte im Bereich der Alten- und Behindertenhilfe sowie anderen Institutionen des Gesundheitswesens zu organisieren, zu fördern und durchzuführen. Da es oft kein Budget für dieses Angebot gibt, ist es das Ziel des Vereins in den genannten Einrichtungen Clownauftritte zu ermöglichen – durch Spenden oder durch Benefizaktionen. Noch neu ist der Einsatz von Klinikclowns in der Onkologie. Im Singener Krebszentrum konnte er sich gleich vor Ort überzeugen wie durch den gezielten Einsatz von Humor die Patienten für eine Weile ihre Ängste und Sorgen vergessen konnten.

Damit dies auch nach Auslauf der Förderung möglich ist, hoffen die Verantwortlichen in der Singener Onkologie auf Spenden. Wer das Projekt gerne unterstützen will, kann dies mit einer Spende auf das Konto des Krebszentrums bei der Sparkasse Singen-Radolfzell (BLZ 692 500 35) tun, Kontonummer 30 50 051, Verwendungszweck Krebszentrum SK-0378895, Stichwort „Clowns für Krebszentrum“.


Sie freuen sich über das neue Angebot für Patienten der II. Medizinischen Klinik (v.l.n.r, hinten) Chefarzt Prof. Jan Harder, Silke Asal (Koordinatorin Krebszentrum), Sponsor Thomas Peters und Ullrich Trommsdorff vom Verein Lach-Falten. Vorne die beiden Klinikclowns Guiseppe und Lernschwester Lotte (Harald Karrer und Tanja Gerstung aus Allensbach). Bilder: aj

Neue Besucherregelung ab 18. Mai 2020

Liebe Besucher, liebe Angehörige,

auf der Grundlage eines Beschlusses des Sozialministeriums Baden-Württemberg gilt
ab Montag, 18. Mai 2020, in den Akutkliniken des GLKN eine neue Besucherregelung.

Diese besagt: Pro Tag ist pro Patient nur ein Besucher gestattet. Besucher melden sich bitte zuerst an den zentralen Infoschaltern bzw. am Empfang an. Im Einzelfall sind Ausnahmen möglich, klären Sie diese im Vorfeld telefonisch unter den zentralen Krankenhausnummern ab.

Menschen, die in den letzten vier Wochen an COVID-19 erkrankt waren oder bei denen ein unwiderlegter Verdacht auf eine Erkrankung besteht, sind zum Schutz der Patienten und des Personals von einem Besuch ausgeschlossen. Bitte dringend beachten!

Wenn Sie einen Termin zu einer ambulanten Untersuchung oder in einer Sprechstunde haben, wenden Sie sich bitte ebenfalls zuerst an die Infoschalter.

Die Einhaltung der Abstandsregel und der Maskenpflicht gilt auch im Krankenhaus.
Bitte desinfizieren Sie beim Betreten der Klinik ihre Hände.

Wir bitten um Ihr Verständnis. Vielen Dank!

Besucherselbstauskunft zu SARS-CoV-2 und Verpflichtungserklärung
(Bitte vor dem Besuch ausfüllen und mitbringen) 

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