Spurensuche im Dünndarm

15. Dez 2010

50.000 Euro schwere Unterstützung der Krebsmedizin am HBK Singen durch den Krankenhaus-Förderverein

(Singen). Kurz vor Weihnachten beglückte der Förderverein des Singener Krankenhauses die II. Medizinische Klinik des Hegau-Bodensee-Klinikums Singen (HBK) mit einem neuen Diagnostik-Gerät. 50.000 Euro stellte der Verein dem Klinikum zur Verfügung, um für die Onkologie ein neuartiges Endoskopiegerät zur Dünndarmuntersuchung anschaffen zu können. Das Gerät bereichert die Diagnostik und Therapie im Rahmen des Darmzentrums am HBK Singen und leistet einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der onkologischen Spitzenmedizin in der Region Hegau-Bodensee freute sich Onkologe Dr. Jan Harder, Chefarzt der Inneren Medizin bei der Vorstellung des Gerätes. Die noch junge Technik der sogenannten Doppel- und Singleballonenteroskopie ermöglicht es, den bisher nicht einsehbaren Teil des Darms sichtbar zu machen und bei Bedarf gleich Eingriffe vornehmen zu können. Die neuartige Untersuchung, die es so im weiteren Umkreis nun mehr nur in Singen gibt, kann bei der Suche nach Blutungsquellen bei Blutarmut oder zur Diagnostik von Tumoren eingesetzt werden. Das Gerät ist in Singen als Leihgerät bereits seit dem Frühjahr im Einsatz, dank der Spende konnte es nun gekauft werden. Ein bis zwei Untersuchungen pro Woche werden derzeit mit dem neuen Endoskop vorgenommen, die aufwändige Untersuchung dauert rund eine Stunde und erfordert Erfahrung im Umgang mit der neuen Technik. Die hat Jan Harder, der seit rund einem Jahr am HBK Singen ist, aus der Uniklinik Freiburg mitgebracht.

Dass der Wunsch Harders, die neuartige Methode der Dünndarmdiagnostik auch in Singen einzuführen, so schnell in die Tat umgesetzt werden konnte, bezeichnete HBH-Geschäftsführer Peter Fischer bei der Präsentation des Gerätes als „echten Glücksfall“. Dieser ist auch dem bekannten österreichischen Popstar und Liedermacher Rainhard Fendrich und dem ehemaligen Chefarzt der Chirurgie und leidenschaftlichen Saxophonspieler, Prof. Dieter Rühland, zu verdanken. Beide kennen sich seit Jahren von ihren Feriendomizil auf Mallorca, wo sie oft gemeinsam musizieren. Aus diesem Kontakt heraus kam es am 20. September zu einem ausverkauften Benefizkonzert in der Singener Stadthalle, in welchem Fendrich mit dem Pianisten Dieter Kolbeck Lieder seiner neuen CD zugunsten des Krankenhausfördervereins Singen e.V. zum Besten gab. Klar war, dass der Konzerterlös der Abteilung Onkologie im Hegau-Bodensee-Klinikum Singen zur Anschaffung des neuen Dünndarmdiagnostikgerätes zugute kommen sollte. Dabei erhielt Rühland auch die Unterstützung von einer ganzen Reihe Sponsoren. (2500 Zeichen inkl. Leerzeichen)

Infokasten1:
Die Krebsmedizin in der Region Hegau-Bodensee besteht aus einem Netzwerk aus ambulanter und stationärer Versorgung. Die organisatorische Struktur bieten die Organzentren, wie zum Beispiel in Singen das Darmzentrum, das Brustzentrum oder das Prostatakarzinomzentrum. Als übergeordnete Struktur koordiniert der Onkologische Schwerpunkt (OSP) das Netzwerk und integriert die regionale Krebsmedizin in ein internationales Netzwerk über universitäre Tumorzentren. Durch diese Vernetzung kann den Menschen vor Ort eine Krebsmedizin angeboten werden, die internationalen Standards entspricht und eine Behandlung im Bereich der Spitzenmedizin gewährleistet.

Infokasten 2
Der Krankenhausförderverein wurde 1987 gegründet. Vorsitzender ist Dr. Jürgen Becker, für die Finanzen ist Kassier Udo Klopfer verantwortlich. Der verein sammelt Spenden zur Finanzierung von besonderen Aufgaben in der Klinik. Sein Spendenkonto hat der Verein bei der Sparkasse Singen-Radolfzell: Kontonummer 30 53 006, BLZ 692 500 35.j

Sie freuen sich über die neuen diagnostischen Möglichkeiten in der Onkologie im Hegau-Bodensee-Klinikum Singen (v.l.n.r): Chefarzt Dr. Jan Harder, Oberarzt Udo Lutz, HBH-Geschäftsführer Peter Fischer, Udo Klopfer vom Förderverein, Prof Dieter Rühland und Dr. Jürgen Becker, Vorsitzender des Fördervereins. Bild: a

Neue Besucherregelung ab 18. Mai 2020

Liebe Besucher, liebe Angehörige,

auf der Grundlage eines Beschlusses des Sozialministeriums Baden-Württemberg gilt
ab Montag, 18. Mai 2020, in den Akutkliniken des GLKN eine neue Besucherregelung.

Diese besagt: Pro Tag ist pro Patient nur ein Besucher gestattet. Besucher melden sich bitte zuerst an den zentralen Infoschaltern bzw. am Empfang an. Im Einzelfall sind Ausnahmen möglich, klären Sie diese im Vorfeld telefonisch unter den zentralen Krankenhausnummern ab.

Menschen, die in den letzten vier Wochen an COVID-19 erkrankt waren oder bei denen ein unwiderlegter Verdacht auf eine Erkrankung besteht, sind zum Schutz der Patienten und des Personals von einem Besuch ausgeschlossen. Bitte dringend beachten!

Wenn Sie einen Termin zu einer ambulanten Untersuchung oder in einer Sprechstunde haben, wenden Sie sich bitte ebenfalls zuerst an die Infoschalter.

Die Einhaltung der Abstandsregel und der Maskenpflicht gilt auch im Krankenhaus.
Bitte desinfizieren Sie beim Betreten der Klinik ihre Hände.

Wir bitten um Ihr Verständnis. Vielen Dank!

Besucherselbstauskunft zu SARS-CoV-2 und Verpflichtungserklärung
(Bitte vor dem Besuch ausfüllen und mitbringen) 

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