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Ohne Netzwerkarbeit geht es nicht

18.05.2018

Große Resonanz beim vierten Palliativtag: Austausch stand im Vordergrund

GLKN Palliativtag Netzwerken

(Radolfzell). Auf eine erfreulich große Resonanz stieß der vierte Palliativtag des GLKN, der am 4. Mai im kleinen Saal und Foyer des Milchwerks Radolfzell stattfand. An die 70 Interessierte aus dem Landkreis Konstanz und angrenzenden Landkreisen nutzten die Gelegenheit, sich bei dieser Fachveranstaltung auszutauschen, zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Denn eines wurde bei diesem Palliativtag ganz deutlich: Für eine gute palliative Versorgung von Patienten bedarf es eines großen Netzwerks von verschiedenen Personen und Institutionen, sei es ambulant oder stationär, die alle wie Zahnräder ineinandergreifen sollten, um den körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisses der betroffenen Patienten gerecht zu werden.

GLKN-Geschäftsführer Peter Fischer dankte eingangs den Verantwortlichen, allen voran Chefarzt Prof. Marcus Schuchmann von der I. Medizinischen Klinik Konstanz sowie seiner Oberärztin Dr. Ursula Kalhammer für die Organisation und gelungene Themenwahl der Veranstaltung. Dr. Kalhammer hatte zusammen mit den Palliativteams das Programm gestaltet und führte auch durch das Programm.

Palliativmedizin, so Fischer sei ein zentraler Bestandteil des Angebots eines modernen Gesundheitsversorgers: "Wir realisieren Palliativmedizin im Verbund trotz straffer ökonomischer Rahmenbedingungen und wir tun dies bewusst und gerne". Er zeigte auf, wie im Verbund Palliativmedizin verwirklicht sei: In Konstanz mit einer eigenen, sehr schön gestalteten Palliativstation mit sechs Betten und dem dazu gehörigen multiprofessionellen Fachpersonal. In Singen stehen auf zwei Stationen der II. Medizinischen Klinik jeweils ein besonders eingerichtetes Zimmer zur Verfügung, auch als Rückzugsraum für Angehörige. Darüber hinaus bekomme jeder, der einer palliativen Komplexbehandlung bedarf, diese Behandlung dank eines multiprofessionelles Palliative Care Team, das überall dort im Haus im Einsatz ist, wo es gebraucht wird. Für die Zukunft denke man auch in Singen über eine eigene Palliativstation nach. Im Klinikum Radolfzell ist man da schon einen Schritt weiter: Derzeit finden die letzten Arbeiten an einer kleinen Palliativeinheit in der Geriatrie statt.

Prof. Schuchmann wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass Palliativmedizin sehr anspruchsvoll sei und jeden, der daran mitwirke auch persönlich sehr fordere. Es sei eine "spannende Aufgabe" und eine "Spezialdisziplin am Rande, die eigentlich in die Mitte gehöre". Er lobte das interessante Programm und wünschte lebhafte Diskussionen.

Gleich der erste Programmpunkt machte anhand eines Fallbeispiels deutlich, dass die Patientenversorgung in der letzten Lebensphase viele Möglichkeiten bietet, aber auch eine große Herausforderung darstellt. Wie Dr. Kalhammer ausführte, habe sich seit dem letzten Palliativtag in 2016 vieles in der Region getan - es entsteht ein stationäres Hospiz für den Landkreis in Singen und die SAPV wurde in Singen etabliert. Die Vernetzung zwischen Professionellen und Laienangeboten, zwischen ambulant und stationär greife immer mehr und sei wichtig, "um für den Patienten das Optimale herauszuholen". Die Beteiligung verschiedener Berufsgruppen, Organisationen und Institutionen sei ein Thema, das sich in der palliativen Versorgung durchziehe. Jeder Fall braucht eine individuelle Lösung und je nachdem sind verschiedene Institutionen und Dienste beteiligt. "Wie kann die Zusammenarbeit funktionieren?" wurde eindrucksvoll anhand des Fallbeispiels gezeigt von Vertretern der ambulanten und stationären Palliativteams des GLKN und von ambulanten Weiterversorgern.

Die Wundversorgung von palliativen Patienten und die Kunsttherapie in der palliativen Pflege waren ebenfalls wichtige Vortragsthemen, die auf großes Interesse stießen. Große Beachtung fand auch der Vortrag "Noch ein bisschen was vom Leben haben" mit Dr. phil. Karl Bitschnau MAS, Leiter Hospiz Vorarlberg / Vizepräsident Hospiz Österreich. Eine kleine Messe im Foyer rundete das Angebot ab, hier präsentierten sich Medizinprodukte-und Hilfsmittelhersteller ebenso wie ambulante Dienste.

Gekommen waren zur Veranstaltung Mediziner, Pflegekräfte und in der Palliativ-Versorgung engagierte Mitarbeiter des GLKN, Vertreter von Sozialstationen und Pflegeheimen, vom SAPV Team, vom Hospizverein und der Brückenpflege, niedergelassene Ärzte, Seelsorger und von ambulanten Diensten. Sie nutzten gerne die Gelegenheit zum Austausch und zur Information.

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